Stand: 07.12.2019 17:23 Uhr

VfL Wolfsburg harmlos - Niederlage in Freiburg

von Johannes Freytag, NDR.de
Jeffrey Bruma (Wolfsburg) im Zweikampf mit Freiburgs Nils Petersen (l.) © imago images/Beautiful Sports
Wolfsburg und Freiburg boten im Bundesligaduell viel Kampf und wenig spielerische Klasse.

Der VfL Wolfsburg ist in der Fußball-Bundesliga wieder aus dem Tritt geraten. Eine Woche nach dem 2:3 gegen Werder Bremen kassierten die Niedersachsen am Sonnabend beim 0:1 in Freiburg die zweite Niederlage in Folge. Lange sah es im Breisgau nach einer torlosen Partie aus, ehe Jonathan Schmid kurz vor dem Ende für den Treffer des Tages sorgte. "Den hat er gut getroffen", erklärte Wolfsburgs Maximilian Arnold nach der Partie im NDR Interview. Der Mittelfeldspieler bemängelte aber selbstkritisch auch das schwache Offensivspiel des VfL. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner hat jetzt drei Heimspiele vor der Brust. Am Donnerstag geht es in der Europa League gegen Saint-Etienne, am Sonnabend in der Bundesliga gegen Mönchengladbach, eine Woche später gastiert Schalke 04 in Wolfsburg.

Wolfsburgs Offensive ohne Durchschlagskraft

Bei den Niedersachsen kehrte Marcel Tisserand nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre in die Abwehr-Dreierkette zurück, Robin Knoche nahm wieder auf der Bank Platz.

14.Spieltag, 07.12.2019 15:30 Uhr

SC Freiburg

1

VfL Wolfsburg

0

Tore:

  • 1:0 Schmid (85.)

SC Freiburg: Flekken - Gulde, R. Koch, Heintz - Schmid, Höfler (90.+3 Frantz), Haberer, Günter - Sallai (88. Kwon), Höler (90. N. Schlotterbeck) - Petersen
VfL Wolfsburg: Casteels - Tisserand, Bruma, Brooks - William, Arnold (83. Schlager), Guilavogui, Roussillon - Victor (75. Klaus), Mehmedi (60. Brekalo) - Weghorst
Zuschauer: 23800

Weitere Daten zum Spiel

Die Zuschauer im Schwarzwald-Stadion bekamen eine intensive Begegnung geboten, mit vielen Zweikämpfen - aber mit wenig Torchancen. Erstmals gefährlich wurde es in der 16. Minute, als Freiburgs Christian Günter von der linken Seite nach innen zog, aber nur das Außennetz traf. Auch der Freistoß von Schmid war harmlos und eine leichte Beute für VfL-Keeper Koen Casteels (32.).

Auf Wolfsburger Seite gab es in der Anfangsphase einen Abschluss durch Joao Victor (6.), ansonsten bissen sich die "Wölfe" die Zähne an Freiburgs Abwehr aus. VfL-Stürmer Wout Weghorst war praktisch aus dem Spiel genommen. In der 32. Minute kam der Niederländer erstmals aussichtsreich an den Ball, setzte den Kopfball jedoch weit über das Tor. Auch in der 43. Minute blieb Weghorst glücklos, als er Günter anköpfte.

Weghorst vergibt - Schmid wird zum SC-Helden

Für die zweite Spielhälfte schienen sich vor allem die Freiburger etwas vorgenommen zu haben, sie entwickelten mehr Zug zum Tor. Günters Schussversuch wurde geblockt (51.). Kurz darauf konnte Lucas Höler nicht von einem Wolfsburger Ballverlust im Spielaufbau profitieren: Mit seinem schwachen Abschluss hatte Casteels keine Mühe (53.).

Der VfL-Sturm blieb hingegen weiter ein laues Lüftchen - auch die Einwechslung von Josip Brekalo brachte keinen entscheidenden Schwung. Der Kroate bereitete zwar die erste Wolfsburger Chance im zweiten Durchgang vor, aber Weghorst konnte bedrängt von Freiburgs Robin Koch den Kopfball nicht aufs Tor bringen (65.). Acht Minuten vor dem Ende hatte Wolfsburgs Stürmer die Top-Gelegenheit, sein Team auf die Siegerstraße zu bringen, doch er traf die flache Hereingabe von Jérome Roussillon nicht richtig, der Ball ging am Tor vorbei.

Als alle nicht mehr an einen Treffer in dieser Partie glaubten, brachte Schmid das Stadion zum Beben: Einen Freistoß aus knapp 30 Metern zirkelte der Franzose an den linken Innenpfosten, von dort aus prallte er hinter die Linie (85.). Weil William in der 88. Minute am Tor vorbeischoss, blieb es bei der am Ende nicht unverdienten Niederlage.

Weitere Informationen
Fußball und Tabelle © picture-alliance/ dpa, NDR.de/Screenshot Foto: Patrick Bernard

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 07.12.2019 | 15:00 Uhr

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