Stand: 09.02.2019 17:27 Uhr

Wolfsburg führt dreimal, aber nur 3:3 in Freiburg

von Johannes Freytag, NDR.de
Yannick Gerhardt (l.) und seine Wolfsburger mussten sich in Freiburg mit einem Remis begnügen.

Der VfL Wolfsburg hat in der Fußball-Bundesliga eine gute Reaktion auf das enttäuschende Pokal-Aus in Leipzig gezeigt, dennoch aber einen Sieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia kam am Sonnabend beim SC Freiburg trotz dreimaliger Führung nicht über ein 3:3 (1:1) hinaus. Jérôme Roussillon, Wout Weghorst per Foulelfmeter und Renato Steffen trafen für die Niedersachsen, die in der Tabelle nun Siebter mit einem Punkt Rückstand auf Leverkusen (6.) und Frankfurt (5.) sind. Ausgerechnet Luca Waldschmidt, der einst mit einem Treffer im HSV-Trikot den VfL in die Relegation zwang, schockte die "Wölfe" kurz vor dem Ende mit dem Freiburger Ausgleichstor. "Wir mussten heute die drei Punkte eigentlich mit nach Hause nehmen. So sind wir enttäuscht", sagte VfL-Torhüter Koen Casteels.

Zwei Tore aus dem Nichts - 1:1

21.Spieltag, 09.02.2019 15:30 Uhr

SC Freiburg

3

VfL Wolfsburg

3

Tore:

  • 0:1 Roussillon (11.)
  • 1:1 Grifo (37.)
  • 1:2 Weghorst (63., Foulelfmeter)
  • 2:2 Petersen (70.)
  • 2:3 Steffen (75.)
  • 3:3 L. Waldschmidt (88.)

SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Lienhart, Heintz, Günter - Frantz (69. L. Waldschmidt), R. Koch, Haberer, Grifo (90.+6 Terrazzino) - Niederlechner (81. Höler), Petersen
VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Brekalo (90.+5 Uduokhai), Steffen (79. Rexhbecaj) - Weghorst (90.+2 Klaus)
Zuschauer: 23600

Weitere Daten zum Spiel

Die Niedersachsen begannen ruhig und abgeklärt, ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen und kamen zu den ersten Torannäherungen. Blockten die Freiburger zunächst noch gegen Weghorst zweimal gut (6., 8.), sah die Defensive der Gastgeber kurz darauf ganz schlecht aus: Wolfsburgs Josip Brekalo bediente Roussillon, der aus elf Metern mit links trocken abzog und flach zum 1:0 ins untere Eck traf. Drei Freiburger Gegenspieler standen nur staunend daneben (11.). Das war für lange Zeit das einzige Highlight der Partie, die ohne nennenswerte Strafraumszenen vor sich hinplätscherte. Und doch fiel urplötzlich der Ausgleich. VfL-Abwehrchef John-Anthony Brooks vertändelte den Ball an Florian Niederlechner. Der Stürmer legte quer auf den zentral völlig frei stehenden Vincenzo Grifo, der vom Strafraumrand überlegt zum 1:1 einschoss (37.). Zweimal gab es dann kurz vor der Pause noch Aufregung: Philipp Lienhart fälschte einen Schuss von Brekalo über die Querlatte ab (40.), dann forderten die Wolfsburger vergeblich Elfmeter, als Steffen im Strafraum nach einem Laufduell mit Christian Günter zu Fall kam (45.+1).

Zweite VfL-Führung hält nicht lang...

Auch im zweiten Durchgang blieben die Wolfsburger die spielbestimmende Mannschaft, sorgten allerdings lediglich in der Anfangsphase für ein, zwei gefährliche Aktionen im Freiburger Strafraum. Anschließend verflachte die Partie wieder, die Torhüter mussten kaum einmal ernsthaft in Aktion treten. Das änderte sich nach einer guten Stunde. Erst entschärfte Freiburgs Keeper Alexander Schwolow einen Kopfball von Steffen (61.), dann war er allerdings machtlos gegen den hart geschossenen Foulelfmeter von Weghorst (63.) - Robin Koch hatte zuvor den Niederländer im Strafraum festgehalten. Aber auch diese Führung gaben die Wolfsburger wieder her. Nach einem Eckball stieg Nils Petersen am höchsten und köpfte unhaltbar für VfL-Keeper Casteels zum 2:2 ein (70.).

... und die dritte auch nicht

Die Freude der Freiburger währte jedoch nicht lang. Mit dem schönsten Treffer des Spiels gingen die "Wölfe" zum dritten Mal in Führung. Weghorst bediente den in den Strafraum startenden Steffen mit der Hacke, der Schweizer schlenzte den Ball gefühlvoll in den Winkel (75.). Und wieder reichte es nicht für den VfL. Drei Minuten vor dem Ende schockte Waldschmidt die Gäste mit dem 3:3, als er aus knapp zehn Metern den Ball unter die Latte hämmerte (87.). Und in der Nachspielzeit traf Lienhart zum vermeintlichen 4:3 für die Breisgauer, doch nach Videobeweis nahm Schiedsrichter Felix Brych wegen einer Abseitsposition das Tor zurück. Der VfL durfte tief durchatmen, eine Niederlage hätte er nicht verdient.

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Sportclub | 10.02.2019 | 22:40 Uhr

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