Stand: 08.10.2019 15:18 Uhr

Wolfsburgs Weghorst: Topstürmer im Wartestand

Wout Weghorst hat im Jahr 2019 schon 15 Bundesliga-Tore erzielt.

Josip Brekalo macht's, auch Pervao Pervan - dazu Kevin Mbabu, Admir Mehmedi und Renato Steffen. Wout Weghorst würde so gern, darf aber nicht. Während seine Teamkollegen vom VfL Wolfsburg wieder für ihre Nationalteams (Kroatien, Österreich und dreimal Schweiz) im Einsatz sind, ist der Niederländer einmal mehr zum Zuschauen verdammt. Bondscoach Ronald Koeman hat auch für die EM-Qualifikations-Spiele gegen Nordirland und in Weißrussland auf den Mittelstürmer des neuen Tabellenzweiten der Bundesliga verzichtet. "Natürlich ist das schade. Ich bin immer stolz für mein Land zu spielen - und das möchte ich gern machen. Aber der Trainer hat mich leider nicht in den Kader genommen", trauerte der 27-Jährige der erneut verpassten Chance hinterher.

Nur Lewandowski ist gefährlicher

Dabei tut der 1,97-Meter-Mann alles in seiner Macht Stehende dafür, seinen bisher drei (Kurz-) Einsätzen in der Elftal im vergangenen Jahr weitere folgen lassen zu dürfen. Sein Tor zum 1:0-Erfolg des VfL am Sonntag gegen Union Berlin war bereits der 15. Treffer des Hünen im Kalenderjahr. In der Bundesliga war in diesem Zeitraum lediglich Robert Lewandowski vom FC Bayern erfolgreicher.

Weghorst hatte genauso großen Anteil an der Rückkehr der "Wölfe" auf die internationale Bühne wie am Höhenflug in der neuen Saison. Nach den 17 Toren in der Spielzeit 2018/2019 sind nun bereits wieder deren vier notiert. Allesamt brachten sie wichtige Punkte. Zumal die Wolfsburger Offensive bei insgesamt zehn Torerfolgen in sieben Partien aktuell noch ziemlich stockt. Kein anderes Team im vorderen Tabellendrittel war vor des Gegners Tor so ungefährlich.

Wie man die Quote bei der Chancenverwertung erhöhen könnte? "Indem man das Tor trifft", witzelte Antreiber Maximilian Arnold nach dem Union-Spiel. Trainer Oliver Glasner meinte: "Jeder wollte das Tor machen. Es ist wichtig, dass wir ruhig bleiben und nicht so lange bei der vergebenen Chance hängenbleiben, sondern nach vorn schauen."

Weghorst kann seinen Mitspielern als Vorbild dienen. Der Angreifer hatte bereits in der siebten Minute die Führung auf dem Fuß und stand zu Beginn der zweiten Hälfte schon zur Ausführung eines Elfmeters bereit, als sich der Videoassistent meldete und die Entscheidung korrigiert wurde. Wie vom Trainer gefordert, machte "Wolfsburgs Lebensversicherung" einfach weiter und entschied später das Spiel.

Nicht-Nominierung hat ein Gutes

Zumindest ein Gutes hat die Nicht-Nominierung für Weghorst, der nach der Partie erklärte, ganz schön "platt" zu sein nach dem dritten Spiel in acht Tagen. 38 Sprints, die meisten aller Spieler auf dem Feld, sind ein Beleg für die harte Arbeit, die der Niederländer geleistet hat. In der Länderspielpause kann er sich nun von den Strapazen ein wenig erholen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.10.2019 | 23:00 Uhr