Stand: 22.04.2019 22:28 Uhr

VfL Wolfsburg: Später Punktgewinn gegen Frankfurt

von Johannes Freytag, NDR.de
Frankfurts Lucas Torro (r.) und Wolfsburgs Yannick Gerhardt teilten sich mit ihren Teams die Punkte.

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg muss um die angestrebte Qualifikation für die Europa League bangen. Die Niedersachsen kamen am Montagabend im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt trotz einer guten Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Abwehrmann John-Anthony Brooks rettete mit einem späten Treffer den Punkt. "Wir hätten heute als Sieger vom Platz gehen müssen. Frankfurt war mausetot vom Spiel am Donnerstag und wir hatten so viele Chancen", haderte VfL-Profi Maximilian Arnold nach der Partie im NDR Interview. Vier Zähler Rückstand hat der VfL nun schon auf den sechsten Tabellenplatz. Die "Wölfe" müssen wohl darauf hoffen, dass der DFB-Pokalsieger entweder Bayern München oder RB Leipzig heißt. Deren Start in der Champions League (Bayern ist sicher dabei, Leipzig fehlen noch zwei Punkte) würde auch den Tabellensiebten in die Europa League hieven. Hier beträgt Wolfsburgs Rückstand lediglich zwei Zähler.

Erst Eiersuche, dann viel Zug zum Tor

30.Spieltag, 22.04.2019 20:30 Uhr

VfL Wolfsburg

1

E. Frankfurt

1

Tore:

  • 0:1 de Guzmán (78.)
  • 1:1 Brooks (90.)

VfL Wolfsburg: Pervan - Tisserand (82. Steffen), Knoche, Brooks, William - Guilavogui - Mehmedi, Arnold - Gerhardt (64. Malli) - Ginczek (86. Klaus), Weghorst
E. Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Falette - Torró, Rode (69. de Guzmán) - da Costa, Kostic - Gacinovic - Paciencia (90. Touré), Jovic (69. Rebic)
Zuschauer: 26012

Weitere Daten zum Spiel

Keine 60 Sekunden waren gespielt, da war die Partie schon unterbrochen - aus Protest gegen die Montagsspiele hatten Fans zahlreiche kleine bunte Eier auf den Rasen geworfen. Nach kurzer österlicher Suchaktion verlegten sich die Profis dann wieder aufs Fußballspielen. Und das taten sie ganz ansehnlich. Die erste Wolfsburger Großchance vereitelte Ex-VfL-Profi Makoto Hasebe, als er einen Schuss von Wout Weghorst für den bereits geschlagenen Eintracht Keeper Kevin Trapp auf der Linie klärte (10.). Beide Teams agierten mit offenem Visier, es dauerte dennoch fast eine halbe Stunde, ehe die Zuschauer weitere Hochkaräter geboten bekamen. Goncalo Pacienca köpfte knapp am Tor vorbei (33.), auf der Gegenseite reagierte Trapp zweimal großartig gegen Admir Mehmedi (34.) und Weghorst (36.). Aber auch Wolfsburg hatte einen starken Keeper zwischen den Pfosten: Pavao Pervan lenkte einen Pacienca-Kopfball über das Gehäuse (40.).

Brooks rettet den Punkt

Auch im zweiten Durchgang benötigte der VfL nur wenige Minuten, um wieder für Torgefahr zu sorgen. Robin Knoche köpfte an die Unterkante der Latte, der Ball prallte deutlich vor der Linie auf (58.). Arnold traf aus der Distanz nur den Pfosten (63.), Daniel Ginczeks Schuss wurde geblockt (65.), Weghorst bekam nach einem Konter den Ball nicht an Eintracht-Keeper Trapp vorbei (72.). Wolfsburg dominierte die Partie klar, aber das Tor machten die Gäste: Ein abgefälschter Schuss von Filip Kostic landete im Strafraum beim kurz zuvor eingewechselten Jonathan de Guzmán, der aus kurzer Distanz Pervan überwand (78.). War das die Entscheidung? Nein, denn auch VfL-Coach Bruno Labbadia hatte ein glückliches Wechselhändchen: Er brachte Felix Klaus - und der Ex-Hannoveraner flankte vier Minuten später nach innen, wo Brooks zum 1:1 einschob (90.). Wolfsburg feierte einen späten, aber verdienten Punktgewinn.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.04.2019 | 22:40 Uhr

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