Stand: 22.05.2018 15:50 Uhr

VfL Wolfsburg holt Schmadtke als Sportchef

Jörg Schmadtke wird neuer Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg.

Jörg Schmadtke soll den schlingernden Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nach einer desaströsen Saison mit kleinem Happyend in der Relegation wieder auf Kurs bringen. Der 54-Jährige wird neuer Geschäftsführer Sport bei den "Wölfen". Das teilte der Club am Dienstag mit. Schmadtke, der bis Mitte Oktober des vergangenen Jahres in gleicher Funktion beim 1. FC Köln gearbeitet hat, wird den seit eineinhalb Jahren vakanten Posten beim VfL am 1. Juli antreten.

Schmadtke: "Mannschaft wieder Stabilität verschaffen"

"Ich gehe mit großer Vorfreude an diese Aufgabe heran. Wir werden den Status Quo genau analysieren und wollen der Mannschaft wieder die Stabilität verschaffen, damit sie in der Bundesliga schnell den Anschluss findet und erfolgreichen Fußball spielt", sagte Schmadtke. VfL-Aufsichtsratschef Frank Witter setzt große Hoffnungen in den neuen Mann: "Mit Jörg Schmadtke haben wir den passenden Fachmann für die erfolgreiche Neu-Ausrichtung unseres Lizenzspielerbereichs gefunden. Er wird mit hoher Kompetenz, Leidenschaft und Engagement dafür sorgen, dass wir zurück in die Erfolgsspur kommen. Er passt auch menschlich ideal zum VfL Wolfsburg."

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Vor seinem Engagement in Köln war der als unbequem geltende Funktionär vier Jahre für Hannover 96 tätig gewesen. Beim VfL würde der ehemalige Profi-Torwart die Nachfolge des im Dezember 2016 bei den Niedersachsen freigestellten Klaus Allofs übernehmen. Nach dessen Beurlaubung wurde der Posten des Geschäftsführer Sports nicht mehr besetzt. Einen Teil von Allofs' vorigen Aufgaben hatte zwischenzeitlich Olaf Rebbe als Sportlicher Leiter übernommen. Dieser wurde Ende April wegen der sportlichen Talfahrt des Clubs entlassen.

Vor Schmadtke hatte Hannovers Manager Horst Heldt als Wolfsburger Wunschkandidat für den vakanten Posten gegolten. Allerdings konnten sich beide Vereine nicht über die Ablösemodalitäten einigen.

Wie steht Schmadtke zur Trainerfrage?

Nun soll es Schmadtke richten und den x-ten Neuanfang bei den Wolfsburgern gestalten. Verpuffte Millionen-Transfers, drei Trainer innerhalb einer Saison und ein Fast-Abstieg sind dabei wettzumachen. "Da ist vieles nicht optimal gelaufen. Die Unruhe zieht sich durch alle Ebenen wie ein Roter Faden. Das kommt auch ganz unten bei den Spielern an", hatte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold jüngst gesagt.

Labbadia will weitermachen

Schmadtke muss allerdings erst einmal oben anfangen und entscheiden, ob Bruno Labbadia der richtige Trainer für diesen Neuanfang ist. Der Vertrag des 52-Jährigen läuft zwar bis 2019, aber vor den zwei Siegen in der Relegation hatte Labbadia in der Liga mit gerade einmal zwei "Dreiern" aus elf Spielen nicht überzeugt. Der Coach sieht seine Zukunft bei den "Wölfen": "Ich habe mir den Kram nicht angetan, um dann zu sagen, ich überlasse es einem anderen. Aber wir müssen uns in Ruhe hinsetzen und einige Dinge besprechen."

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (M.) nach dem 4:1-Sieg über den 1. FC Köln. © imago / Sven Simon

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