Stand: 28.04.2018 19:49 Uhr

VfL Wolfsburg trennt sich von Sportchef Rebbe

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Olaf Rebbe ist beim VfL Wolfsburg freigestellt worden.

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Sportchef Olaf Rebbe getrennt. Das teilten die abstiegsbedrohten Niedersachsen am Freitagabend mit. Einen Tag vor dem wichtigen Kellerduell mit dem HSV, dass die "Wölfe" mit 1:3 verloren. Die Trennung erfolge im beiderseitigem Einvernehmen und formal zum 30. Juni, hieß es. Allerdings werde Rebbe sofort von seinen Aufgaben freigestellt. Der 39-Jährige stand seit geraumer Zeit beim Tabellen-14. in der Kritik. Sein Aus spätestens zum Saisonende galt als sicher.

Arnold: "Hilfreich war das nicht"

Nach der Pleite im Nordduell kritisierten einige Spieler die Clubführung. "Das soll keine Ausrede sein, aber hilfreich war das nicht", sagte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold. "Das ist eine Entscheidung der Chefs, da haben wir keinen Einfluss drauf. Aber natürlich ist das nichts, was uns hilft in dieser Situation", erklärte Torhüter Koen Casteels.

"Den Umbruch erfolgreich vorangetrieben"

Die Clubführung hatte sich für die Arbeit Rebbes bedankt. Geschäftsführer-Kollege Dr. Tim Schumacher betonte: "Olaf Rebbe hat den Umbruch erfolgreich vorangetrieben. Das ringt mir großen Respekt ab. Er hat in seiner Zeit als Sportdirektor neue Nachwuchs-Strukturen geschaffen und das Konzept der VfL-Fußball-Akademie umgesetzt."

Rebbe: "Wünsche Fans und Verein viele Siege"

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Rebbe bedankte sich für die Zeit beim VfL und wünschte dem Team Glück: "Der VfL Wolfsburg und seine Mitarbeiter sind mir in den über fünf Jahren sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für eine intensive Zeit bedanken und wünsche dem Verein, den Fans und der Stadt in Zukunft viele VfL-Siege."

Allofs-Nachfolger im Dezember 2016

Der 39-Jährige war nach dem Ende der Ära von Klaus Allofs im Dezember 2016 zum Manager befördert worden. Der aktuelle Trainer Bruno Labbadia ist nach Valérien Ismaël, Andries Jonker und Martin Schmidt bereits der vierte VfL-Coach in dieser Zeit. Gelohnt haben sich die häufigen Trainerwechsel nicht. Wolfsburg spielt im zweiten Jahr in Folge gegen den Abstieg.

Heldt-Verhandlungen geplatzt

Spätestens seit den öffentlich gewordenen Verhandlungen des VfL in dieser Woche mit Hannovers Sportchef Horst Heldt über einen Wechsel war Rebbe nicht mehr zu halten. Der Wechsel von Heldt zu 96 hatte sich allerdings zerschlagen, weil Wolfsburg nicht bereit gewesen war, die von Hannovers Clubchef Martin Kind geforderte Ablösesumme zu bezahlen. Die soll bei rund fünf Millionen Euro gelegen haben.

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