Freude bei Jeffrey Bruma (l.) und Paulo Otavio vom VfL Wolfsburg © Witters

Willkommen in der Champions League: Wolfsburg holt Remis in Leipzig

Stand: 16.05.2021 23:25 Uhr

Der VfL Wolfsburg spielt in der kommenden Saison in der Champions League. Mit dem 2:2 nach 2:0-Führung beim vorzeitigen Vizemeister RB Leipzig machten die "Wölfe" am Sonntag alles klar.

von Matthias Heidrich

Mit nun 61 Punkten ist der Fußball-Bundesligist aus Niedersachsen am letzten Spieltag nicht mehr vom vierten Tabellenplatz zu verdrängen. Zuletzt hatten die Wolfsburger in der Saison 2015/2016 in der "Königsklasse" gespielt. Damals war im Viertelfinale gegen Real Madrid Endstation. Die große Frage am Mittellandkanal ist nun: Steht Trainer Oliver Glasner noch an der Seitenlinie, wenn in der kommenden Spielzeit die Champions-League-Hymne im VfL-Stadion ertönt?

Arnold: "Wäre komisch, wenn er jetzt gehen würde"

Maximilian Arnold würde einen Abgang des Österreichers nicht nachvollziehen können. "Er hat mit uns die Champions League erreicht. Wäre komisch, wenn er jetzt gehen würde", sagte der Mittelfeldspieler, der im Fußballgeschäft aber nichts ausschließen will. "Ob das Trainerkarrussell diese Saison jemals noch zum Stehen kommt?", fragte der 26-Jährige mit einem Lachen.

"Ich glaube, wenn er Ende Juni die Vorbereitung mit uns startet, dann ist er unser Trainer." Maximilian Arnold zu Trainer Oliver Glasner

Die Qualifikation für die "Königsklasse" nahm der "ewige Wolfsburger" mit kindlichem Staunen zur Kenntnis: "Nächstes Jahr Champions League, das ist ja völlig verrückt. Ich kann meinen Kindheitstraum weiterleben und freue mich brutal darauf."

Glasner selbst wollte sich nicht zu seiner Zukunft äußern. "Heute ist kein Zeitpunkt, um über mich zu sprechen. Die Mannschaft hat so etwas Großartiges geleistet über die Saison, das stellen wir heute mal klar in den Mittelpunkt", sagte der VfL-Trainer auf der Pressekonferenz.

"Ich habe heute Lust auf Party und nicht, über mich zu sprechen." VfL-Trainer Oliver Glasner

Philipp macht den Unterschied

Die Wolfsburger legten eine blitzsaubere erste Hälfte gegen den Pokalfinalisten hin. Leipzig hatte zwar mehr Ballbesitz, die gefährlichere Mannschaft war aber der VfL. Bereits nach zwölf Minuten gingen die "Wölfe" in Führung - durch ein Traumtor von Maximilian Philipp. Der 27-Jährige jagte den Ball aus 20 Metern Entfernung in den rechten Winkel. Wout Weghorst scheiterte mit zwei guten Möglichkeiten (25., 38.), ehe erneut Philipp kurz vor dem Pausenpfiff noch auf 2:0 erhöhte (45.+2). Vorausgegangen war ein feiner Spielzug der Glasner-Elf über Yannick Gerhardt und Ridle Baku, die ihre Gegenspieler jeweils tunnelten. Am Ende brauchte Philipp nur noch den Fuß hinzuhalten.

Kluivert kaum zu stoppen

Leipzig war sichtlich sauer, drehte nach dem Seitenwechsel mächtig auf. Das Geschehen spielte sich fast nur noch in der Wolfsburger Hälfte ab. Der Lohn für die Gastgeber: Justin Kluivert verkürzte mit einer schönen Einzelleistung auf 1:2 (51.). In der 67. Minute hätte der wieselflinke Niederländer beinahe auch für den Ausgleich gesorgt, doch VfL-Torwart Koen Casteels stoppte den Leipziger so resolut, dass dieser einen Salto hinlegte und kurze Zeit später vom Feld ging.

Sabitzer gleicht für Leipzig aus

Die Niedersachsen hatten dem Sturmlauf des Tabellenzweiten kaum noch etwas entgegenzusetzen und kassierten folgerichtig den Ausgleich - per Foulelfmeter. Paulo Otavio traf Amadou Haidara bei einem Klärungsversuch am Bein. Der Videoassistent intervenierte, Schiedsrichter Felix Zwayer guckte sich die Szene an der Seitenlinie selbst noch einmal an und zeigte dann doch auf den Punkt. Marcel Sabitzer verwandelte sicher zum 2:2 (78.). Immerhin: Einen weiteren Gegentreffer ließen die "Wölfe" nicht mehr zu und jubelten nach dem Schlusspfiff ausgelassen über die sichere Champions-League-Teilnahme.

33.Spieltag, 16.05.2021 20:30 Uhr

RB Leipzig

2

VfL Wolfsburg

2

Tore:

  • 0:1 Philipp (12.)
  • 0:2 Philipp (45. +1)
  • 1:2 Kluivert (51.)
  • 2:2 Sabitzer (78., Foulelfmeter)

RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Konaté (63. Upamecano), Orban - Laimer (46. Haidara), Sabitzer, Henrichs (46. Angelino) - Kluivert (70. Hwang), Forsberg (87. Kampl), Nkunku - Poulsen
VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix, Brooks, Paulo Otavio - Schlager, Arnold - R. Baku (90. Roussillon), Gerhardt, Philipp (79. Guilavogui) - Weghorst
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Weitere Informationen
Der offizielle Spielball der UEFA Champions League © IMAGO / motivio

Das Restprogramm der Champions-League-Teilnehmer

Der VfL Wolfsburg hat den Einzug in die Fußball-"Königsklasse" schon zum Saisonfinale sicher. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.05.2021 | 22:50 Uhr

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