Stand: 15.12.2019 18:50 Uhr

VfL Wolfsburg stürzt Tabellenführer Gladbach

von Florian Neuhauss, NDR.de

Der VfL Wolfsburg hat sich im Kampf um die Europapokalplätze eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner feierte gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach einen 2:1 (1:1)-Sieg in letzter Minute. Während die Gladbacher ihre Tabellenführung an RB Leipzig verloren, verbesserten sich die "Wölfe" auf Tabellenplatz acht und liegen zum Start der englischen Woche nur noch zwei Punkte hinter Rang sechs. Die Minimalisten aus Wolfsburg - nach 15 Spielen sind 17:15 Tore und 23 Punkte notiert - treffen am Mittwoch (20.30 Uhr/im NDR Livecenter) auf Schalke 04, bevor sie zum Jahresausklang am Sonnabend (15.30 Uhr) bei den Bayern ranmüssen.

"Wir sind schon mal gut reingestartet in die letzte schwere Woche", sagte Matchwinner Maximilian Arnold im Interview mit NDR 2. "Jetzt versuchen wir, am Mittwoch nachzulegen, und dann schauen wir mal, was in München passiert."

Schlager trifft für Wolfsburg, Embolo für Gladbach

Glasner hatte seine Mannschaft im Vergleich zum souveränen Sieg gegen St. Etienne erneut kräftig durcheinandergewirbelt. Einzig Robin Knoche, Kevin Mbabu, Renato Steffen und Xaver Schlager durften erneut ran. Der VfL-Coach bewies damit ein gutes Händchen. Aber dazu später mehr.

15.Spieltag, 15.12.2019 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

2

M'gladbach

1

Tore:

  • 1:0 Schlager (13.)
  • 1:1 Embolo (15.)
  • 2:1 Arnold (90. +1)

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Schlager (77. Gerhardt), Arnold - Steffen (59. Brekalo), Victor (87. Klaus) - Weghorst
M'gladbach: Sommer - Lainer (46. Beyer), Ginter, Elvedi, Bensebaini - Strobl - Hofmann, Bénes (77. Stindl) - Thuram (72. P. Herrmann), Embolo, Pléa
Zuschauer: 25580

Weitere Daten zum Spiel

Das erste Ausrufezeichen setzte in Joao Victor einer der in der Europa League geschonten Spieler. Keine fünf Minuten waren gespielt, da legte der Brasilianer seine ganze Kraft in einen wuchtigen Schuss aufs kurze Eck. Gladbachs Keeper Yann Sommer kam gerade noch mit den Fingerspitzen an den Ball und lenkte diesen an den Pfosten. Kurz darauf dribbelte Jerome Roussillon sich über links in den Sechzehner und schickte Gegenspieler Stefan Lainer ins Karussell. Seine Hereingabe landete bei Schlager, und der Österreicher versenkte den Ball ansatzlos im Winkel - 1:0 für die "Wölfe" (13.), die Glück hatten, weil Joao Victor beim Schuss wohl in Sommers Sichtfeld und damit ins Abseits gelaufen war.

Doch die Freude währte ohnehin nur kurz. Alassane Plea konnte in Ruhe flanken und fand am langen Pfosten Breel Embolo, der postwendend ebenso ungestört volley zum Ausgleich einschoss (15.). Der Tabellenführer war eiskalt, die "Wölfe" schüttelten sich aber nur kurz und legten dann wieder los. Josuha Guilavogui schoss genau in die Arme von Sommer (29.). Mbabu wurde nach einem dynamischen Solo im letzten Moment geblockt (32.), Knoche (33.) und Guilavogui (44.) scheiterten per Kopf erneut an Borussias Schlussmann, der seine Mannschaft vor einem Pausenrückstand bewahrte.

Wolfsburgs Arnold trifft in der Nachspielzeit

Wolfsburg hatte zwar auch nach dem Seitenwechsel in Wout Weghorst, der über das Tor schoss (47.), die erste Möglichkeit, das Spielgeschehen war fortan aber deutlich ausgeglichener. Chancen gab es im Minutentakt, es ging hin und her. Nach Pass des Ex-Kielers Laszlo Benes stand Marcus Thuram plötzlich frei vor dem Tor der Hausherren, doch Keeper Koen Casteels reagierte blendend (54.) und behielt zudem drei Minuten später gegen Plea die Nerven, als er per Fußabwehr rettete. Auch die "Wölfe" blieben gefährlich: Joao Victor schoss Zentimeter vorbei (59.), Mbabu köpfte an den Pfosten (60.) und Brooks in die Arme von Sommer (61.).

Danach war allerdings ein Bruch im Spiel. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr scheuten beide Teams das letzte Risiko. Doch als schon alles darauf hindeutete, dass sich beide Teams mit dem Remis zufrieden gegeben hatten, sicherte Arnold seinem Team doch noch den Dreier. Die Borussia konnte nicht klären, der Ball landete in der Nachspielzeit beim Wolfsburger Mittelfeldspieler - und der packte aus 16 Metern den Hammer aus. Keine Chance für Sommer. 2:1. Ende.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr

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