Stand: 16.12.2017 17:54 Uhr

Wolfsburg ganz schwach: Köln feiert ersten Sieg

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Gegen Wolfsburg ging der 1. FC Köln erstmals in dieser Saison als Sieger vom Platz.

Trainer Martin Schmidt hatte gewarnt, doch seine Spieler hörten seine Worte offenbar nicht: Anders ist die Leistung des VfL Wolfsburg am letzten Spieltag in der Bundesliga-Hinrunde beim bis dato sieglosen Tabellenletzten 1. FC Köln nicht zu erklären. Die Niedersachsen zeigten am Sonnabend in der Domstadt eine insgesamt enttäuschende Leistung und verloren verdient mit 0:1 (0:0). "Das war einfach schlecht von uns", sagte Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels. Damit ist Schmidts Bilanz nicht mehr positiv. In 14 Spielen unter seiner Regie holte der VfL zwei Siege, neun Remis und zwei Niederlagen. Um vielleicht doch noch mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen, bleibt den "Wölfen" noch der DFB-Pokal: Am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/im Liveticker) steht das Achtelfinale beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg an.

Casteels bewahrt VfL mehrfach vor Rückstand

Schmidt hatte vor der Partie eine Rotation angekündigt - und in Robin Knoche sowie Jeffrey Bruma begannen zwei neue Innenverteidiger. Ansonsten machte der Coach am Ende der englischen Woche nach seiner Ankündigung, Köln nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, allerdings ernst und brachte die Bestsetzung. Gegen sehr tief stehende Kölner fand die Offensive aber (wie in Hamburg) nicht statt. Und weil es zugleich bei Konterversuchen der Rheinländer blieb, entwickelte sich ein sehr unansehnliches Spiel.

Bei ihrer besten Aktion hatten die "Wölfe" allerdings Pech: Daniel Didavi spielte einen starken Pass auf Yunus Malli, der frei vor FC-Keeper Timo Horn gestanden hätte. Doch das Schiedsrichtergespann um Benjamin Brand entschied fälschlicherweise auf Abseits (19.).

Nach einer halben Stunde änderte sich das Bild aber schlagartig: Kölns Aushilfsstürmer Lukas Klünter scheiterte gleich zweimal an Casteels (34.). Der Wolfsburger Schlussmann war auch kurz darauf hellwach, als Knoche eine Hereingabe des pfeilschnellen Klünter aufs eigene Tor abgefälscht hatte (38.). Nur Sekunden später wäre die belgische Nummer eins machtlos gewesen, doch Kölns Frederik Sörensen jagte den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei.

Jojic belohnt kampfstarke Kölner

Die Wolfsburger hatten dann 15 Minuten, um sich noch einmal zu sammeln. Doch nach der Halbzeit waren keine vier Minuten gespielt, da brannte es schon wieder lichterloh im Wolfsburger Sechzehner. Milos Jojic schlenzte den Ball aufs lange Eck - und Casteels lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen gerade noch an die Unterkante der Latte. Das 1:0 für die Hausherren war überfällig und fiel in der 67. Minute: Einen Jojic-Pass wollte Bruma zu Casteels durchlaufen lassen, doch der kurz zuvor eingewechselte Christian Clemens spritzte dazwischen und schoss ein.

Gomez vergibt die letzte Möglichkeit

Und wie reagierte der VfL? Es vergingen zehn Minuten, doch dann kamen die Wolfsburger plötzlich zu Großchancen: Gomez aus dem Gewühl, Malli mit einem Distanzschuss und auch Bruma hatten innerhalb von nicht einmal zwei Minuten drei Möglichkeiten zum Ausgleich, scheiterten aber alle an Horn. Schmidt brachte für die letzten zehn Minuten noch zwei frische Offensivkräfte. Die letzte Chance hatte allerdings wieder Gomez. Der Nationalstürmer tankte sich gegen mehrere Kölner durch und kam zum Abschluss, doch Horn brachte irgendwie noch einen Fuß an den Ball und lenkte diesen so knapp am Tor vorbei (90.+1).

Die zehn schlechtesten Bundesliga-Absteiger

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.12.2017 | 22:50 Uhr

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