Stand: 17.08.2019 13:58 Uhr

Wolfsburgs Coach Glasner: "Könnte ein 6:6 geben..."

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Oliver Glasner feiert am Sonnabend sein Trainer-Debüt in der Bundesliga.

Nach dem Debüt ist vor dem Debüt. Wenige Tage nach seinem ersten Pflichtspiel als Trainer des VfL Wolfsburg - im DFB-Pokal wurde Drittligist Halle bezwungen - feiert Oliver Glasner nun am Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegen den 1. FC Köln seine Premiere in der Bundesliga. "Das ist noch einmal eine Nummer größer als der Pokalstart", erklärte der Österreicher dem NDR Hörfunk. Er verspüre eine "gesunde Nervosität und eine große Vorfreude". Schon am Donnerstag schickte Glasner seine Mannschaft nicht auf den Trainingsplatz, sondern im Stadion auf den Rasen: "Wir wollten schon mal ein bisschen Arena-Luft schnuppern", erklärte der 44-Jährige, warum er Teile der Einheit dorthin verlegt hatte.

Mögliche Aufstellung VfL Wolfsburg

Mischung aus Demut und Selbstvertrauen

Angst, bei seiner ersten Station als Trainer im Ausland scheitern zu können, hat Glasner keine. Vielmehr tritt er seine Aufgabe bei den Niedersachsen mit einer gesunden Mischung aus Demut und Selbstvertrauen angetreten. Ja, Bruno Labbadia habe sehr erfolgreich beim VfL gearbeitet und er sei seinem Vorgänger sehr dankbar, in der neuen Saison gleich international spielen zu dürfen. Aber: "Es ist nicht so, dass wir in Österreich eine andere Sportart praktiziert hätten."

Mehr Offensivkraft aus der Defensive

Weshalb sich Glasner auch nicht scheut, bei den in der vergangenen Saison erfolgreichen Wolfsburgern ein neues System einzuführen. Im 3-4-3-System will er seine Mannschaft in der neuen Spielzeit sehen. "Wir wollen dieses System spielen, weil wir einfach die Spieler dafür haben", begründete der VfL-Coach die Umstellung im "Sportbuzzer"-Interview lapidar. Vor allem von den Außenverteidigern fordert er mehr Offensivkraft.

Glasner: "Sehr zufrieden, wie die Jungs mitziehen"

Geht es nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung, dann haben die VfL-Profis Glasners Vorstellungen bereits gut verinnerlicht.

So gab es in den Testspielen bemerkenswerte Erfolge gegen die PSV Eindhoven (2:0) und OGC Nizza (8:1). Auch in Halle wurden immerhin fünf Tore erzielt. "Wir sind zwar bei weitem noch nicht da, wo wir sein wollen, aber ich bin sehr zufrieden, wo wir stehen und wie die Jungs mitziehen", sagte Glasner. Für Sonnabend wollte der VfL-Coach im NDR Interview zwar kein Spektakel garantieren, versprach aber unter Anspielung auf den eigenen und den Kölner Pokalauftritt (beide Partien gingen in die Verlängerung), "dass es nicht über 120 Minuten gehen wird. Bei Köln stand es nach 90 Minuten 3:3, bei uns auch - insofern könnte es ein 6:6 werden."

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