Stand: 22.02.2020 10:35 Uhr

Werder - Dortmund: Das Hoffen auf ein erneutes Wunder

Wunder gibt es immer wieder - aber auch innerhalb von zweieinhalb Wochen gegen denselben Gegner? Den Bundesliga-Fußballern von Werder Bremen bleibt gar nichts anderes übrig, als an eine hohe Wunder-Dichte zu glauben, wenn sie am heute (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) auf Borussia Dortmund treffen. Denn der Tabellenvorletzte ist im Bundesliga-Duell ein noch größerer Außenseiter als vor der Pokalpartie Anfang Februar. Damals gab es ein sogenanntes Werder-Wunder, einen begeisternden und überraschenden 3:2-Sieg.

Werder-Coach Kohfeldt lobt BVB-Stürmer Haaland

Doch lässt sich ein rauschender Pokal-Abend an einem trüben Samstagnachmittag im Ligabetrieb wiederholen? "Dortmund ist der haushohe Favorit", betonte Werder-Coach Florian Kohfeldt am Donnerstag: "Aber wir haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sie zu ärgern." Nach den Eindrücken der vergangenen Partien fällt es jedoch schwer, daran zu glauben. Die extrem gute Offensive des BVB (bereits 22 Tore in der Rückrunde) zu stoppen, wird für die wackelige Bremer Defensive eine wahre Herkulesaufgabe, zumal Dortmunds Trainer Lucien Favre anders als im Pokal Jungstar Erling Haaland von Beginn an bringen dürfte. Kohfeldt bezeichnete den Norweger als "einen der besten Stürmer der Welt im Moment."

Augustinsson wieder fit, Vogt verletzt

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Werder ist die Rückkehr von Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, der die unangenehme Aufgabe bekommen wird, Jadon Sancho zu stoppen. Doch eine Partie ohne Personalsorgen in der Defensive scheint es für die Bremer in dieser Saison nicht zu geben. Kevin Vogt fehlt mit einer Oberschenkelverletzung. Mittelfeldmotor Maximilian Eggestein ist gesperrt.

Einen speziellen Defensivplan ließ Kohfeldt aber nicht trainieren: "Wir haben den Fokus dann weiter auf unser Offensivspiel gelegt, weil uns die Automatismen in den letzten Wochen verloren gegangen sind", so Kohfeldt: "Wir müssen wieder unsere Grundprinzipien in unser Offensivspiel bekommen, uns viel besser in die Räume bewegen. Das ist kein Kopfproblem und daran arbeiten wir gerade."

Baumann: In schwierigen Zeiten zusammenstehen

Bleibt die Frage, ob die Werder-Führung auch bei der sechsten Bundesliga-Heimniederlage in Folge weiter zu Kohfeldt halten wird. Sportchef Frank Baumann betont seit Wochen, dass er den Trainer nicht wechseln wolle. So auch am Donnerstag: "Wichtig ist, dass es im Verein ruhig bleibt und wir in der schwierigen Zeit zusammenstehen“, sagte Baumann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 22.02.2020 | 13:00 Uhr

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