Die Wolfsburger Mauer springt im Spiel gegen Werder Bremen hoch © Witters

Werder will gegen Wolfsburg "lieber gewinnen als schön spielen"

Stand: 19.03.2021 15:04 Uhr

Am Sonnabend empfängt Werder Bremen den VfL Wolfsburg zum Bundesliga-Nordduell. Während die "Wölfe" weitere Punkte auf dem Weg in die Champions League sammeln wollen, geht es für Werder um den nächsten Schritt zum sicheren Klassenerhalt.

Das "Wie" ist dem Team von Trainer Florian Kohfeldt dabei herzlich egal. "Ich gewinne lieber als schön zu spielen", sagte Bremens Mittelfeldmotor Maximilian Eggestein im NDR 2-Bundesligashow-Podcast. In der vergangenen Serie wollte der Club von der Weser auch gerne spielerisch glänzen, was beinahe nach hinten losgegangen wäre.

Maximilian Eggestein von Werder Bremen © IMAGO / Team 2
AUDIO: Werders Maximilian Eggestein im NDR 2-Bundesligashow-Podcast (36 Min)

In dieser Saison haben Kohfeldt und Co. den Schönspiel-Aspekt hinten angestellt und fahren gut damit. "Wir haben uns wieder stabilisiert", so Eggestein. "Es geht darum, Punkte zu holen. Gerade in Spielen wie gegen Köln oder Bielefeld." Das Remis in Köln und der Sieg bei der Arminia haben dafür gesorgt, dass die Bremer mit 30 Zählern komfortable neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben.

Kohfeldt: "Wir müssen schon noch weiter punkten"

"Wir haben uns eine Ausgangslage geschaffen, die solide bis gut ist, aber wir müssen schon noch weiter punkten", sagte Kohfeldt, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. "Ich glaube, bei 40 Punkten ist man sicher, darauf arbeiten wir hin." Gegen den Champions-League-Anwärter Wolfsburg nicht das einfachste Unterfangen. Laut dem Werder-Coach ist Vorsicht geboten im Duell mit dem Tabellendritten (Sonnabend, 15.30 Uhr, im NDR Livecenter). "Es wäre extrem fahrlässig, gegen eine Mannschaft wie Wolfsburg mit einem komplett offenen Visier zu spielen", so Kohfeldt, der ein temporeiches Spiel erwartet, "mit viel Körperlichkeit".

Auch Eggestein erwartet einen harten Gang. "Wolfsburg spielt eine überragende Saison", sagte der 24-Jährige. "Wir wollen versuchen, offensiv mitzuspielen, ohne in der Defensive die Tugenden zu vergessen, die uns zuletzt ausgezeichnet haben." Defensive können die "Wölfe" auch, sogar mit am besten in der Bundesliga. Lediglich 21 Gegentreffer haben die Niedersachsen bislang hinnehmen müssen, nur Leipzig ist ebenso stark im Tore verhindern.

Wolfsburg ohne Pongracic, aber mit Lacroix und Schlager

Gegen Werder wird Marin Pongracic nicht mithelfen können, die Wolfsburger Weste weiter so sauber zu halten. "Er hat einen kleinen Muskelfaserriss in der Wade. Er wird in Bremen ausfallen und wir müssen mal schauen, wie schnell wir ihn wieder zurückbekommen", sagte Trainer Oliver Glasner über den kroatischen Nationalspieler. Der Franzose Maxence Lacroix dürfte nach dem Ablauf seiner Gelbsperre Pongracic' Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Auch auf Xaver Schlager (war ebenfalls gesperrt) kann Glasner wieder zurückgreifen.

"Wir wollen da weitermachen, wo wir gegen Schalke aufgehört haben, indem wir den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen", sagte der VfL-Trainer. Mit dem 5:0-Erfolg gegen das Liga-Schlusslicht hatten die Niedersachsen wieder in die Erfolgsspur gefunden, in der sie auch gegen Bremen bleiben wollen.

Mögliche Aufstellungen:

Werder Bremen: Pavlenka - Groß, Toprak, Friedl - Gebre Selassie, Augustinsson - Möhwald, Eggestein - Sargent, Rashica - Füllkrug
VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon - Schlager, Arnold - Baku, Gerhardt, Brekalo - Weghorst

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 20.03.2021 | 15:00 Uhr

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