Stand: 22.02.2019 16:56 Uhr

Werder Bremen: Stark von der Bank

Eine Erfolgsgeschichte: Werder-Coach Florian Kohfeldt (l.) und seine Einwechslungen.

Eigentlich kann Fußball-Bundesligist Werder Bremen mit der bisherigen Rückrundenbilanz zufrieden sein. Als eines von nur drei Teams sind die Hanseaten in den fünf Partien des Jahres 2019 noch ohne Niederlage. Allerdings verrät die Bilanz von zwei Siegen und drei Unentschieden auch: Werder tritt auf der Stelle. Der Rückstand auf Rang sechs, der die Qualifikation zur Europa League bedeuten würde, beträgt zwar nur vier Punkte - ist aber auch seit dem 17. Spieltag nur um einen Zähler geschrumpft. Hätte Claudio Pizarro vergangenes Wochenende in Berlin nicht in der Nachspielzeit zum 1:1 getroffen, wäre der Abstand unverändert geblieben.

Stuttgart Auftakt zu einem kuriosen Spielplan

Umso wichtiger wird das Heimspiel heute Abend (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen den VfB Stuttgart. "Wir müssen alles abrufen, wenn wir dieses Spiel gewinnen wollen. Stuttgart steckt für mich unerwartet im Abstiegskampf, sie haben sehr viel individuelle Qualität", sagte Trainer Florian Kohfeldt, der am Sonntag zu Gast im NDR Sportclub ist. Zu Hause muss Werder zuverlässig punkten, denn der Spielplan hält Kurioses bereit: Im Weserstadion empfangen die Norddeutschen demnächst ausnahmslos Kellerkinder (nach Stuttgart kommen Schalke, Mainz und Freiburg), auswärts hingegen geht es stets gegen Teams aus dem Top-Drittel der Tabelle: Dem Gastspiel in Wolfsburg folgen die Partien in Leverkusen, in Mönchengladbach und beim FC Bayern. Will heißen: Rückschläge wie das 1:1 beim Tabellenvorletzten Nürnberg kann sich Werder nicht leisten, wenn es mit dem Saisonziel Europapokal klappen soll.

Bremens Joker stechen oft

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Der späte Ausgleich Pizarros in Berlin untermauerte aber auch eine Bremer Stärke, die im Rennen um die internationalen Plätze entscheidend werden kann. Es war bereits das zehnte Jokertor, das die Hanseaten in dieser Bundesliga-Saison erzielten. Das glückliche Händchen von Coach Kohfeldt, wird nur von Dortmunds Lucien Favre übertroffen, der schon für 14 Tore durch Einwechselspieler sorgte. Werders Joker stachen in Berlin zum vierten Mal in Folge: Vor Pizarro hatten Kevin Möhwald gegen Augsburg (4:0) und Johannes Eggestein in Nürnberg getroffen, im DFB-Pokal in Dortmund waren außerdem Pizarro und Martin Harnik erfolgreich. "Manchmal hat man als Trainer eben Glück", gab sich Kohfeldt im "kicker" bescheiden angesichts dieser Bilanz. Doch so einfach ist es nicht: Denn auch bei den Bundesliga-Torvorbereitungen ist Werder mit seinen Einwechselspielern vorne dabei: Sechs Assists verbuchten Bremens Joker, auch hier führt der BVB (zehn).

Bartels vor dem Comeback

Die Statistik beweist, welche Auswahlmöglichkeiten Kohfeldt alleine in seinem Offensivbereich hat. So zeichnen für die zehn Jokertore gleich sechs verschiedene Akteure (Johannes Eggestein, Milot Rashica, Joshua Sargent, Pizarro, Harnik und Möhwald) verantwortlich, an der Spitze liegt - natürlich - Bremens Rekordmann Pizarro mit drei Treffern. Und die nächste Alternative von der Bank steht in Kürze bereit: Fin Bartels absolviert seit Tagen ohne Probleme das Mannschaftstraining und dürfte schon bald sein Comeback nach über einem Jahr verletzungsbedingter Pause (Achillessehnenriss) feiern. Der Plan sieht das Heimspiel gegen Mainz am 30. März vor - mit einem Joker-Tor?

Mögliche Aufstellung Werder Bremen

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 24.02.2019 | 22:50 Uhr