Stand: 13.06.2020 11:23 Uhr

Kellerkrimi in Paderborn: Werder will Nerven bewahren

Trainer Florian Kohfeldt von Werder Bremen © picture alliance/dpa Foto: Uwe Anspach
Werder-Coach Florian Kohfeldt hat seinen Optimismus nicht verloren.

Die Zweifel sind nach den beiden Niederlagen zuletzt zurück. Auch Ex-Manager Klaus Allofs ist sich nicht sicher, ob Werder Bremen dem Kampf gegen den Abstieg wirklich gewachsen ist. Trainer Florian Kohfeldt gibt sich jedoch weiter optimistisch: "Wir hatten enorm wichtige Spiele, in denen die Mannschaft mit Leidenschaft und Aggressivität aufgetreten ist. Sie wird an dem Druck nicht zerbrechen." Die Nagelprobe folgt heute (15.30 Uhr/im NDR Livecenter), wenn die Grün-Weißen als Vorletzter beim Tabellenschlusslicht SC Paderborn gastieren. Die Norddeutschen sind zum Siegen verdammt.

Befreiungsschlag oder bittere Pille?

Die Begegnung ist Chance und bittere Pille zugleich. Denn vor dem Spiel mag ein jeder, der es gut mit den Bremern meint, fragen: Wenn nicht jetzt, dann gar nicht mehr? Dabei geht es gar nicht so sehr um die tabellarische Situation. Der 16. aus Düsseldorf spielt gegen Dortmund und dürfte nicht weiter enteilen. Aber wenn die Hanseaten nicht beim Tabellenletzten gewinnen sollten, dürfte der Schaden für die Psyche enorm sein. Die Bedeutung der Partie sei allen bewusst, sagte Manager Frank Baumann, "und so werden die Spieler auftreten".

"Treffen nahezu immer die falsche Entscheidung"

Wie das (nicht) aussehen soll, zeigte Kohfeldt der Mannschaft in dieser Woche einmal mehr per Video.

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"Wir haben viele Aktionen, die gefährlich werden können, aber nicht gefährlich werden. Wir treffen nahezu immer die falsche Entscheidung", sagte der Trainer, der gegen Paderborn wohl die lange vermissten Optionen in der Offensive hat. Niclas Füllkrug soll erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder im Kader stehen und dabei helfen, die Torflaute zu beheben. Bei Leonardo Bittencourt und Milot Rashica äußerte sich der Fußball-Lehrer optimistisch. Sogar ein Comeback von Claudio Pizarro erscheint zumindest möglich. Der 41 Jahre alte Peruaner will unbedingt helfen. "Ich bin körperlich nicht bei 100 Prozent, aber ich unterdrücke das, denn es bleiben nur noch vier Partien, und ich will spielen", sagte Pizarro in einer Medienrunde. Jeder Einzelne aus dem Quartett der Genesenen könnte die Zweifel am Bremer Klassenerhalt wieder verscheuchen.

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