Stand: 06.10.2019 19:57 Uhr

Werder Bremen "gewinnt" Punkt in Frankfurt

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Bremens Davy Klaassen (l.) jubelt mit seinen Mitspielern.

Werder Bremen hat beim Auswärtsspiel in Frankfurt am Sonntagabend in einer rasanten Schlussphase starke Nerven bewiesen und sich beim 2:2 (1:0) mit einem Punkt belohnt. Die stark ersatzgeschwächten Hanseaten kassierten in der 88. Minute den zweiten Gegentreffer - und schlugen sofort zurück. Aushilfskapitän Davy Klaassen holte einen Elfmeter raus, und Milot Rashica traf zum späten Ausgleich. "Wir nehmen den Punkt mit, aber mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein", sagte Leonardo Bittencourt. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt holten die Bremer in den jüngsten fünf Liga-Spielen immerhin acht Zähler und haben in der Tabelle schon ein kleines Polster zu den Abstiegsplätzen.

Frankfurt rennt an, Klaasen schlägt eiskalt zu

Die Bremer hielten der Personalprobleme zum Trotz - Werder-Trainer Florian Kohfeldt musste kurzfristig auch auf den erneut verletzten Abwehrspieler Ömer Toprak verzichten - zu Beginn gut mit und hatten auch die erste Chance. Ein herrlicher Schlenzer von Maximilian Eggestein landete am Außenpfosten (7.).

7.Spieltag, 06.10.2019 18:00 Uhr

E. Frankfurt

2

Werder Bremen

2

Tore:

  • 0:1 Klaassen (27.)
  • 1:1 Rode (55.)
  • 2:1 A. Silva (88.)
  • 2:2 Rashica (90. +1, Foulelfmeter)

E. Frankfurt: Rönnow - Touré, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Sow, Rode, Kostic - Kamada (84. Gacinovic) - Paciencia, A. Silva
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Groß, Friedl - N. Sahin - M. Eggestein, Klaassen (90.+3 Lang) - Bittencourt (84. Bargfrede) - Sargent (72. Goller), Rashica
Zuschauer: 51500 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Doch die Eintracht erspielte sich in der Folge ein deutliches Übergewicht und nutzte die Schwächen in der Gäste-Abwehr. Der Schuss von Daichi Kamada wurde noch zur Ecke abgelenkt (8.). Goncalo Paciencia bugsierte den Ball mit der Schulter knapp über das Werder-Tor (16.). Vier Minuten später lenkte Schlussmann Jiri Pavlenka den Abschluss von Kamada gerade noch gegen die Unterkante der Latte. André Silva köpfte aus aussichtsreicher Position einmal drüber (21.) und einmal genau in Pavlenkas Arme (24.).

Das 1:0 lag also mehr als nur in der Luft, doch plötzlich stand es 0:1. Joshua Sargent scheiterte zunächst an Trapp-Vertreter Frederik Rönnow im Frankfurter Tor, und dann wurde es vogelwild. Der Ball landete bei Bittencourt, dessen Schuss an die Latte klatschte, sein Nachschuss wurde geblockt und sprang zum freistehenden Klaassen. Der Niederländer ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte die überraschende Führung (28.). Damit trafen die Gäste die SGE ins Mark. Das Tor tat dem Spiel nicht gut, bis zur Pause passierte nichts mehr - zur Freude der Bremer.

Frankfurt kommt zurück - und schaltet ab

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Milot Rashica traf für Werder zum 2:2.

In der Pause fassten die Hessen allerdings wieder neuen Mut und rannten wütend an. Es war noch keine Minute gespielt, da musste Pavlenka schon gegen Paciencia retten. Kamada hätte wenig später schon den Ausgleich machen müssen, der Japaner spitzelte den Ball jedoch aus drei Metern mit der Hacke über das Tor (54.). Das 1:1 folgte allerdings auf dem Fuße, als Sebastian Rode wuchtig und platziert vom Sechzehner abzog (55.). Die Frankfurter wollten nun mehr, aber Werder stand hinten sicher und lauerte auf Konter. Meist wurde es allerdings nicht gefährlich - und als Rashica doch mal zum Abschluss kam, war Rönnow zur Stelle (83.).

Doch die Schlussminuten hatten es noch mal in sich. Paciencias Kopfball ließ Pavlenka nur abklatschen, Silva war zur Stelle und brachte den Europa-League-Starter in Führung. Die Eintracht wiegte sich allerdings in falscher Sicherheit, Werder kam postwendend zurück. Rönnow konnte einen Rashica-Schuss zwar parieren, aber nicht entschärfen. Klaassen setzte nach und ging nach Makoto Hasebes Grätsche zu Boden - Elfmeter! Rashica trat an und sicherte seinem Team mit einem wuchtigen Schuss doch noch den Punkt (90.+1).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.10.2019 | 23:00 Uhr

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