Stand: 19.10.2019 17:22 Uhr

Werder gegen Hertha mit drittem Remis in Folge

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Bild mit Symbolcharakter: Freude über ein Tor, aber wieder nicht über einen Sieg.

Werder Bremen kommt in der Bundesliga-Saison 2019/2020 einfach nicht in Fahrt. Gegen Hertha BSC spielten die Hanseaten am Sonnabend 1:1 (1:0), gaben zum dritten Mal in Folge eine Führung aus der Hand und kamen damit auch zum dritten Mal in Folge nicht über ein Remis hinaus. So wird es nichts mit der angepeilten Qualifikation für das internationale Geschäft. "Wir müssen einfach zu Hause unsere Punkte holen. Und das wäre heute auf jeden Fall möglich gewesen", ärgerte sich Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein. "Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wenn wir das zweite Tor machen, sind wir hier weg." Neun Punkte aus den ersten acht Partien sind zu wenig für die eigenen Ansprüche. Werder, das nach wie vor auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, steht nach dem Abgang von Max Kruse aktuell nur für Mittelmaß.

Sargent nutzt die erste Chance eiskalt

Die Begegnung brauchte keine Anlaufphase - und Werder ging mit der ersten Chance in Führung. Nach einem Doppelpass mit Maximilian Eggestein kam Joshua Sargent vom Sechzehner zum Abschluss. Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata fälschte den Ball noch unglücklich ab, sodass Rune Jarstein im Tor chancenlos war - 1:0 (7.).

8.Spieltag, 19.10.2019 15:30 Uhr

Werder Bremen

1

Hertha BSC

1

Tore:

  • 1:0 Sargent (7.)
  • 1:1 Lukebakio (70.)

Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Groß, Friedl - N. Sahin (81. Bargfrede) - M. Eggestein, Klaassen - Bittencourt - Sargent (74. J. Eggestein), Rashica (87. Pizarro)
Hertha BSC: Jarstein - Klünter, Rekik, Boyata, Mittelstädt - Skjelbred (90. Torunarigha) - Grujic - M. Wolf, Dilrosun (56. Lukebakio) - Darida - Ibisevic (77. Selke)
Zuschauer: 41447

Weitere Daten zum Spiel

Die Führung zur Pause hätte auch noch höher ausfallen können. Leonardo Bittencourt verfehlte das Gäste-Tor aus 20 Metern nur knapp (22.). Und nur fünf Minuten später hatten alle Bremer den Torschrei schon auf den Lippen: Wieder hatte Boyata seine Füße im Spiel, der abgefälschte Schuss von Milot Rashica strich aber diesmal knapp am Pfosten vorbei. Jarstein konnte dem Ball nur noch hinterherschauen.

Auf der anderen Seite ließen die Grün-Weißen kaum etwas zu. Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic forderte nach einem Kontakt im Duell mit Werder-Keeper Jiri Pavlenka Elfmeter, doch die Pfeife von Felix Brych blieb stumm (11.). Außer einem Schuss von Berlins Maximilian Mittelstädt, der knapp über das Tor flog (16.), verzeichneten die Berliner keine nennenswerten Chancen.

Lukebakio schockt die Grün-Weißen

Werder beschränkte sich auch in der zweiten Hälfte nicht etwa aufs Kontern, sondern hielt die Gäste geschickt vom Tor fern. Die besseren Chancen hatte weiter Bremen - zunächst in Person von Rashica. Der Kosovare hatte gleich zweimal das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am zweimal gut reagierenden Jarstein (62./64.).

Der Ausgleich fiel aus dem Nichts! Ein langer Ball landete bei Dodi Lukebakio auf dem linken Flügel. Herthas belgischer Rekordeinkauf zog in die Mitte, ließ Theodor Gebre Selassie wie einen Schuljungen stehen und überwand mit einem genauso platzierten wie wuchtigen Schuss, der vom Innenpfosten ins Netz prallte, auch noch Pavlenka (70.).

Der Gegentreffer zeigte Wirkung. Werder brauchte ein wenig Zeit, um das Heft wieder in die Hand zu bekommen. Aber Tempo bekam das Team von Trainer Florian Kohfeldt nicht mehr ins Spiel. Die einzige erwähnenswerte Chance hatte eine Minute vor dem Ende Maximilian Eggestein, mit seinem Abschluss hatte Jarstein jedoch keine Probleme. So blieb es beim für Werder insgesamt unglücklichen Remis.

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