Stand: 20.04.2019 17:24 Uhr

0:1 in München: Zehn Bremer kämpfen vergeblich

von Florian Neuhauss, NDR.de
Schiedsrichter Tobias Welz verweist Bremens Milos Veljkovic (3.v.l.) des Feldes.

Einmal endet jede Serie: Werder Bremen hat die erste Pflichtspiel-Niederlage im Jahr 2019 kassiert und zum ersten Mal in dieser Saison kein eigenes Tor geschossen. Die Hanseaten unterlagen am Sonnabend in der Bundesliga mit 0:1 (0:0) bei Bayern München. Die Art und Weise der Niederlage dürfte den Grün-Weißen allerdings sogar Mut für das Restprogramm machen. Die Bremer kämpften wacker und hielten lange hinten die Null. Erst als Innenverteidiger Milos Veljkovic mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, schlugen die Bayern zu. "Zu zehnt ist es ganz schwer", musste auch Werders Davy Klaassen im NDR Interview konstatieren. Schon am Mittwoch (20.45 Uhr/im Livestream bei NDR.de) kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen, dann empfängt Werder die Münchner zum DFB-Pokal-Halbfinale.

Pavlenka bei Bayerns Geniestreich zur Stelle

30.Spieltag, 20.04.2019 15:30 Uhr

Bay. München

1

Werder Bremen

0

Tore:

  • 1:0 Süle (76.)

Bay. München: Ulreich - Kimmich, Süle, Boateng, Alaba - Javi Martinez (59. Goretzka), Thiago - Gnabry (87. Sanches), Müller (70. F. Ribéry), Coman - Lewandowski
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - N. Sahin (81. Pizarro) - Möhwald (60. Langkamp), M. Eggestein, Klaassen - M. Kruse, Rashica (73. Osako)
Zuschauer: 75000 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Die Bremer zeigten von Beginn an einen selbstbewussten Auftritt und den Gastgebern früh, dass mit ihnen zu rechnen war. Nach toller Vorarbeit von Milot Rashica und Theodor Gebre Selassie kam Maximilian Eggestein schon in der sechsten Minute zum ersten Abschluss, den Niklas Süle gerade noch blockte. Offensiv auf Chancen lauernd, hinten bissig: Kohfeldts Taktik ging zunächst voll auf. Die Bayern bekamen aber mit zunehmender Spieldauer mehr Zugriff auf die Partie und unterbanden jegliche Bremer Offensivbemühungen. Doch die Gäste-Defensive stand insgesamt weiter sicher.

Ein genialer Moment von Thiago hätte trotzdem fast die Münchner Führung gebracht. Mit einem Lupfer düpierte der Spanier die komplette Abwehr. Der durchgestartete Serge Gnabry schoss aus der Drehung volley, doch Werders Schlussmann Jiri Pavlenka rettete mit einer sensationellen Fußabwehr das Remis zur Pause (26.).

Veljkovic verändert die Vorzeichen endgültig

Die zweite Hälfte begann wie die erste, Bremen setzte einen Nadelstich. Bei Rashicas Schuss musste Bayern-Keeper Sven Ulreich allerdings nicht eingreifen (46.). Auf der anderen Seite bekam Pavlenka in der Folge immer mehr zu tun. Bei Gnabrys erstem Schuss war Veljkovic noch zur Stelle (52.), zwei Minuten später lenkte der tschechische Keeper einen Gnabry-Abschluss an den Pfosten. Gegen Robert Lewandowski riss Pavlenka gerade noch die Fäuste hoch (57.). Und dann kam die 58. Minute, in der Veljkovic mit dem Ellenbogen ins Luftduell mit Süle ging. Der bereits verwarnte serbische Nationalspieler sah folgerichtig Gelb-Rot und veränderte damit die Vorzeichen endgültig.

Süle trifft Werder ins Mark

Die Münchner drängten weiter auf den Siegtreffer, Bremer Entlastung gab es gar nicht mehr. David Alaba scheiterte an Pavlenka (69.), Müller köpfte aus zwei Metern am Pfosten vorbei (70.) - und sechs Minuten später stand es dann 1:0. Süle schoss aus 18 Metern, Davy Klaassen versuchte noch zu klären, fälschte den Ball aber nur unhaltbar für Pavlenka ab. Ganz bitter! Danach hätten noch weitere Treffer fallen können, aber die Bremer kämpften für ihre Tordifferenz, die ja noch entscheidend sein könnte, und hatten das Glück der Tüchtigen. Erst rettete Klaassen gegen Gnabry (72.), dann traf Lewandowski vom Sechzehner die Latte (79.) und schoss aus zehn Metern drüber (85.). Und weil auch noch der Lupfer von Leon Goretzka am Winkel vorbeistrich (90.+2), blieb es bei einem Gegentreffer.

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Sportclub | 21.04.2019 | 22:50 Uhr