Stand: 03.06.2020 08:41 Uhr

Werder Bremen: Nicht reden, sondern punkten

Sieben Punkte aus drei Spielen und dabei kein einziges Gegentor kassiert - Werder Bremen hat in der Fußball-Bundesliga ohne Frage eine Trendwende hingelegt, die vor einer Woche kaum jemand für möglich gehalten hat. Auch Rune Bratseth nicht, der nach dem 1:4-Debakel gegen Leverkusen offen die Trennung von Trainer Florian Kohfeldt gefordert hatte. "Das war falsch", räumte die Werder-Legende im NDR Sportclub ein. Vor dem Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt heute Abend (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) ist auch Bratseth ("Es wäre schlimm, wenn wir absteigen") wieder optimistisch: "Die drei jüngsten Spiele machen Hoffnung."

Bittencourt: "Noch nichts erreicht"

Das Ziel Klassenerhalt ist für Werder tatsächlich wieder realistisch geworden. Die Rechnung ist einfach: Mit einem Sieg gegen Frankfurt würden die Grün-Weißen an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsplatz klettern - und stünden nur noch wegen der Tordifferenz hinter Rang 15, den der 1. FSV Mainz 05 innehat. Dank noch ausstehender Partien gegen die Rheinhessen und Schlusslicht Paderborn hätten die Bremer dann das Geschehen im Ligakeller wieder in der eigenen Hand. Leonardo Bittencourt, in Freiburg und auf Schalke jeweils Siegtorschütze, mahnte dennoch: "Bislang haben wir nichts erreicht."

Kohfeldt: "Fokussiert bleiben, Punkte holen"

Auch Kohfeldt will nicht länger wortreiche Analysen liefern, sondern Taten sprechen lassen: "Es geht nicht darum, jetzt etwas zu erklären. Es geht darum, weiter im Tunnel zu bleiben, fokussiert zu bleiben, die Punkte zu holen und in der Klasse zu bleiben", sagte der Werder-Coach nach dem Schalke-Spiel. Der Plan sei ebenso schlicht wie klar: "Frankfurt anschauen, regenerieren und Mittwoch wieder alles raushauen. Es geht nicht anders."

Sahin offenbar vor dem Saison-Aus

Beim Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr mithelfen kann aller Voraussicht nach der an der Hüfte verletzte Defensivspezialist Nuri Sahin. "Bei Nuri Sahin hat sich die Verletzung als so schwer erwiesen, dass wir davon ausgehen müssen, dass er in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt", sagte Kohfeldt am Dienstag.

Die lange verletzten Niclas Füllkrug und Ömer Toprak könnten hingegen noch in dieser Spielzeit ein Comeback feiern. "Beide werden am Ende dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sie werden noch nicht am Sonntag gegen Wolfsburg, wohl aber mit Blick auf Paderborn oder Bayern München wieder eine Alternative sein können", erklärte der Bremer Coach und bestätigte, dass der zuletzt formstarke Bittencourt (Beckenprellung) sowie Milot Rashica (Adduktorenprobleme) gegen Frankfurt spielen können. "Alle Spieler, die gegen Schalke im Kader standen, sind einsatzfähig", sagte Kohfeldt.

Bratseth bereut Aussagen zu Werder-Coach Kohfeldt

Sportclub -

Nach dem 1:4 zum Re-Start gegen Leverkusen hatte Rune Bratseth die Trennung von Kohfeldt gefordert. "Das war falsch", sagte die Werder-Legende im Sportclub. Die letzten drei Spiele gäben Hoffnung.

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 03.06.2020 | 18:00 Uhr

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