Stand: 18.01.2020 06:17 Uhr

Werder reist zum "Sechs-Punkte-Spiel" nach Düsseldorf

Passender als durch das oftmals überstrapazierte Wort "richtungsweisend" kann man Werder Bremens Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf wohl kaum beschreiben. Denn die heutige Begegnung (15.30 Uhr/im NDR Livecenter) ist für die Hanseaten Chance und Gefahr zugleich. Sollte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt beim Tabellennachbarn gewinnen, würde sie nicht nur Rang 17 verlassen, sondern auch dringend benötigtes Selbstvertrauen schöpfen. Anderseits würde eine Niederlage den Hoffnungen auf eine bessere zweite Saisonhälfte einen schweren Schlag versetzen.  

Werder-Sportchef Baumann: "Haben einiges gutzumachen"

"Wir haben einiges gutzumachen, da wir bislang komplett hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind", sagte Sportchef Frank Baumann, der am Donnerstag bei der Pressekonferenz Kohfeldt vertrat.

Der Coach hat sich in seinem Zuhause eine leichte Fußblessur zugezogen und legte deshalb eine Pause ein. Laut Baumann wird er aber am Sonnabend auf der Bank sitzen. Die Verletzung des Trainers ist symptomatisch für die bisherige Saison der Bremer. Blessuren von wichtigen Spielern waren in der Hinrunde ein Dauer-Thema an der Weser. In der Wintervorbereitung fehlten Kohfeldt ebenfalls häufig mehrere Profis. Also stellt sich auch vor der Partie in Düsseldorf zunächst die Personalfrage. Ludwig Augustinsson fällt aus. "Bei den anderen sieht es gut aus", so Baumann. Leonardo Bittencourt und Milos Veljkovic werden im Kader stehen. Fin Bartels verpasste hingegen das Abschlusstraining.

Neuzugang Vogt vor Debüt

Zwar betonte der Werder-Sportchef, dass er bei seinen Profis wieder größeres Selbstbewusstsein und größeren Mut sehe. Doch optimal vorbereitet gehen die Bremer keinesfalls in die Rückrunde. Dafür aber mit der dringend notwendigen Verstärkung in der Defensive. Aus Hoffenheim wurde Kevin Vogt ausgeliehen. Er dürfte in Düsseldorf erstmals im Werder-Trikot auflaufen und soll für einen guten Start in das Jahr 2020 sorgen, das für die Norddeutschen nervenaufreibend werden könnte. "Wir müssen noch sehr viele Punkte holen, um gerettet zu sein", sagte Baumann mit Blick auf die verbleibenden 17 Bundesliga-Partien.

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Sportclub | 19.01.2020 | 22:50 Uhr