Stand: 15.12.2018 17:20 Uhr

Hannover 96 vom Bayern-Express überrollt

von Johannes Freytag, NDR.de

Einen "Sahnetag" hatte sich Hannovers Trainer André Breitenreiter in der Partie gegen den FC Bayern erhofft, den gab es auch - allerdings hatten ihn die Gäste aus München erwischt. Mit einem beeindruckend dominanten Auftritt gewann der Rekordmeister am Sonnabend das Spiel bei den abstiegsbedrohten Niedersachsen mit 4:0 (2:0). 96 war hoffnungslos unterlegen und hatte nicht den Hauch einer Chance gegen den Tabellendritten, der zudem eine ganze Reihe von Großchancen ausließ. Selbst über eine zweistellige Niederlage hätte sich Hannover nicht beschweren dürfen.

Hannovers Defensive um Walace (4.v.l.) war gegen die Bayern überfordert.

"Wir haben nie Zugriff gefunden", haderte 96-Profi Pirmin Schwegler nach der Partie im NDR Hörfunk. Als Tabellenletzter gehen die "Roten" nun in die anstehende englische Woche mit den Partien in Freiburg (Mittwoch) und gegen Düsseldorf (Sonnabend). "Da müssen noch einmal Mut fassen und alles in diese zwei Spiele reinhauen. Und dann holen wir in der Winterpause noch mal richtig Luft und nehmen Anlauf", so Schwegler.

Bärenstarke Bayern, überforderte 96er

15.Spieltag, 15.12.2018 15:30 Uhr

Hannover 96

0

Bay. München

4

Tore:

  • 0:1 Kimmich (2.)
  • 0:2 Alaba (29.)
  • 0:3 Gnabry (53.)
  • 0:4 Lewandowski (62.)

Hannover 96: M. Esser - Haraguchi, Anton, Felipe (46. Maina), Wimmer, Ostrzolek - Schwegler, Walace - Asano (62. Muslija) - Weydandt, Füllkrug (73. Elez)
Bay. München: Neuer - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba (73. Rafinha) - Goretzka, Thiago - Gnabry, Müller (79. S. Wagner), Coman (73. Sanches) - Lewandowski
Zuschauer: 49000 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Nach der Groß-Rotation vor der Partie in Mainz (sieben neue Spieler) änderte Breitenreiter seine Startelf diesmal nur auf einer Position: Felipe ersetzte den gelb-rot-gesperrten Oliver Sorg. Ausgerechnet der neue Mann war entscheidend am frühen Rückstand seines Teams beteiligt: Der Brasilianer köpfte eine Hereingabe von Thomas Müller nur unzureichend mittig aus dem Strafraum, Joshua Kimmich nahm den Ball volley und drosch ihn zum 1:0 für den Rekordmeister in die Maschen (2.). Dass der Treffer kein Zufallsprodukt war, zeigte sich in der Folge. Angriff auf Angriff rollte auf das Gehäuse von 96-Keeper Michael Esser zu, nach 25 Minuten hätte es gut und gerne 5:0 für die Münchner stehen können. Den Chancenwucher der Gäste beendete dann David Alaba, der nach einem erneut missglückten Abwehrversuch mit einer sehenswerten Direktabnahme aus 20 Metern zum 2:0 in den Winkel traf (29.). Hannover war völlig überfordert mit dem Pressing der Bayern, die fast jeden Zweikampf gewannen. Offensiv brachten die Niedersachsen nur eine einzige gelungene Aktion zustande: Hendrik Weydandt köpfte nach einer schönen Hereingabe von Genki Haraguchi ans Außennetz (43.).

Spiel auf ein Tor

Sieben Minuten lang konnte Hannover im zweiten Durchgang Paroli bieten, dann offenbarte sich wieder der (Klassen-) Unterschied. Serge Gnabry bekam an der Strafraumlinie den Ball und ließ sich auch von drei Gegenspielern nicht am Torschuss hindern - 3:0 (53.). Die zwölfte 96-Niederlage gegen die Bayern in Folge war damit natürlich längst perfekt - und drohte zum Debakel zu werden. Denn die Gäste hatten noch Lust und schalteten keinesfalls einen Gang herunter. Weiterhin war es ein Spiel auf ein Tor, weiterhin waren Münchner Treffer nur eine Frage der Zeit. Müller scheiterte zweimal (57., 59.), Robert Lewandowski hingegen nicht, per Kopf erzielte der Pole das 4:0 für die Bayern (62.). Erst eine Viertelstunde vor dem Ende ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen, ohne dabei aber den Gastgebern noch einmal eine Torannäherung zuzugestehen. Im gesamten zweiten Durchgang schoss Hannover nicht ein einziges Mal auf das Gehäuse von Bayern-Keeper Manuel Neuer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 15.12.2018 | 15:00 Uhr

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