Stand: 09.11.2018 22:27 Uhr

Hannover gelingt die Revanche gegen Wolfsburg

von Johannes Freytag, NDR.de
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Jubel bei Hannover 96: Der Abwärtstrend ist gestoppt.

Hannover 96 hat nach zuvor vier sieglosen Pflichtspielen die ersehnte Trendwende geschafft. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter revanchierte sich gegen den VfL Wolfsburg erfolgreich für das Pokal-Aus vor zehn Tagen und gewann am Freitagabend gegen den Landesrivalen mit 2:1 (1:0). Der 19-jährige Linton Maina mit seinem Bundesliga-Tordebüt im 96-Trikot und Ihlas Bebou per Foulelfmeter trafen für die Gastgeber, für den VfL war Wout Weghorst ebenfalls vom Punkt erfolgreich. Hannover zeigte eine gute erste Halbzeit und hielt dann im zweiten Durchgang dem immer stärker werdenden Wolfsburger Druck Stand. Hannovers Sportchef Horst Heldt sprach von einem "verdienten Sieg", Wolfsburgs Maximilian Arnold haderte mit dem Chancenwucher: "Da waren fünf oder sechs Hundertprozentige dabei."

Hannover gewinnt und atmet auf

Malli-Tor zählt nicht, Mainas Treffer schon

11.Spieltag, 09.11.2018 20:30 Uhr

Hannover 96

2

VfL Wolfsburg

1

Tore:

  • 1:0 Maina (31.)
  • 2:0 Bebou (63., Foulelfmeter)
  • 2:1 Weghorst (82., Foulelfmeter)

Hannover 96: M. Esser - J. Korb, Anton, Elez, Ostrzolek - Bebou, Walace, Bakalorz - Sarenren-Bazee (70. Albornoz), Maina (74. Weydandt) - Wood (87. Haraguchi)
VfL Wolfsburg: Casteels - William, Tisserand, Brooks, Roussillon - Arnold - Gerhardt, Rexhbecaj (46. Yeboah Zamora) - Malli - Ginczek (46. Brekalo), Weghorst
Zuschauer: 35800

Weitere Daten zum Spiel

Während Breitenreiter auf Hannoveraner Seite gleich sieben Veränderungen gegenüber dem Pokalspiel vornahm, wechselte VfL-Coach Bruno Labbadia nur auf einer Position: Yunus Malli begann für Josip Brekalo. Und diese Entscheidung hätte sich nach 18 Minuten beinahe ausgezahlt, als der Deutsch-Türke den Ball ins 96-Netz beförderte. Doch der Videoassistent in Köln schaltete sich ein und meldete ein vorheriges Handspiel von Yannick Gerhardt - völlig zu Recht nahm Schiedsrichter Marco Fritz das Tor zurück. Eine VfL-Führung wäre zu dem Zeitpunkt auch überraschend gewesen, denn bis dahin war Hannover die schwungvollere Mannschaft, der lediglich die Präzision im Abschluss fehlte. So auch bei Bebou, der nach feinem Pass von Bobby Wood nicht genügend Druck in seinen Schuss bringen konnte (24.). Besser lief es kurz darauf beim Zusammenspiel zwischen dem Togolesen und Maina. Aus halblinker Position drosch der 96-Youngster Bebous Vorlage zum 1:0 in die Maschen (31.).

Nun wurde es ein offener Schlagabtausch: Casteels verhinderte gegen den frei vor ihm auftauchenden Bebou das 0:2 (35.), auf der Gegenseite scheiterten Maximilian Arnold (37.) und Daniel Ginczek (38.) mit Schüssen von der Strafraumlinie. Mit der knappen 96-Führung ging es in die Pause.

Bebou trifft vom Punkt...

Labbadia brachte nach dem Seitenwechsel Brekalo für den angeschlagenen Ginczek und John Yeboah für den blass gebliebenen Elvis Rexhbecaj. Mit dem neuen Duo baute Wolfsburg nun gewaltig Druck auf. Yeboah verfehlte im Gewühl den Ball nur um wenige Zentimeter (49.), Brekalo setzte das Spielgerät einmal frei stehend über das Tor (51.) und scheiterte kurz darauf am stark reagierenden Michael Esser im 96-Gehäuse (55.). Deutlich effektiver zeigten sich die Gastgeber, die mitten hinein in diese Drangphase das 2:0 erzielten: Die erste Offensivaktion der "Roten" im zweiten Durchgang beendete Wolfsburgs William im eigenen Strafraum mit einem Tritt gegen den Fuß von Marvin Bakalorz - den fälligen Elfmeter verwandelte Bebou (63.).

...Weghorst auch

Es blieb lange der einzige Hannoveraner Torschuss, denn das Spielgeschehen hatte sich komplett in die 96-Hälfte verlagert. Der bärenstarke Brekalo köpfte knapp vorbei (69.), Yeboahs Schuss hielt Esser fest (75.) und auch bei einem Kopfball von Weghorst war der glänzend aufgelegte 96-Keeper zur Stelle (78.). Die Defensive der Breitenreiter-Elf hielt - bis Miiko Albornoz und Wood VfL-Stürmer Weghorst in die Mangel nahmen und Schiedsrichter Fritz zum Entsetzen der Gastgeber auf Strafstoß entschied. Der Niederländer trat selbst an und erzielte den längst fälligen Anschlusstreffer (82.). Zu mehr reichte es aber nicht, die letzte Wolfsburger Chance vergab erneut Brekalo, dessen Schuss aus kurzer Distanz Esser entschärfte (90.+1). So durfte sich Hannover am Ende über einen glücklichen Sieg freuen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.11.2018 | 22:40 Uhr

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