Stand: 14.05.2019 12:19 Uhr

96-Sportchef: Doppel-Lösung mit Lala und Cherundolo?

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Zwei 96-Legenden: Steven Cherundolo (l.) und Altin Lala.

Nach dem Bundesligaabstieg stehen die Uhren bei Hannover 96 auf null. Der Club plant den Neuanfang. Dabei ist die wichtigste Personalie die des Sportchefs. Seit dem Rauswurf von Horst Heldt Anfang April ist der Posten bei den Niedersachsen nicht besetzt. Vor dem letzten Saisonspiel am Sonnabend bei Fortuna Düsseldorf kommt nun Bewegung in die Sache. "Ende dieser Woche" soll der neue Sportchef feststehen, sagte Geschäftsführer Martin Kind dem "Sportbuzzer". Womöglich wird es sogar ein Team. Denn der 75-Jährige verriet, dass ihm die ehemaligen 96-Kapitäne Altin Lala und Steven Cherundolo ein Konzept vorgelegt hätten.

"Warum sollten sie weniger Kompetenz als Heldt haben?"

"Sie bringen lokale Identität gepaart mit Loyalität und sportlichem Wissen ein", sagte Kind und teilte zudem in Richtung Heldt aus: "Warum sollten Cherundolo und Lala weniger Kompetenz bei der Einschätzung von Spielern als Horst Heldt haben?" Der Unternehmer hatte bereits vor dem feststehenden Abstieg die Kaderzusammenstellung von Heldt und Ex-Trainer André Breitenreiter, der Ende Januar entlassen wurde, scharf kritisiert.

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Schlaudraff als Assistent schon da

Lala hatte von 1998 bis 2012 für Hannover gespielt und ist aktuell als Spielerberater tätig. Cherundolo, der von 1999 bis 2014 das Trikot der Niedersachsen getragen hatte und Hannovers Bundesliga-Rekordspieler ist, war zuletzt als Co-Trainer beim Bundesligisten VfB Stuttgart beschäftigt, ehe er im vergangenen Oktober zusammen mit Chefcoach Tayfun Korkut freigestellt wurde. Zu den beiden Club-Legenden käme mit Jan Schlaudraff, aktuell Assistent der Sportlichen Leitung, ein dritter ehemaliger Hannover-Profi.

Beiersdorfer und Bickel weitere Kandidaten

Kind scheint einer Team-Lösung gegenüber nicht abgeneigt zu sein. "Wir müssen uns breiter aufstellen. Das wird es nicht mehr geben, dass zwei Leute allein entscheiden", sagte der Unternehmer, der zudem klarstellte: "Ich werde nichts mehr unterschreiben, was nicht hundertprozentig mit mir abgestimmt ist." Keine einfache Gemengelage für den neuen Sportchef oder ein mögliches Manager-Team. Lala und Cherundolo haben ihre Hüte in den Ring geworfen. Der ehemalige HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer soll ebenso ein Kandidat wie Fredy Bickel (hört bei Rapid Wien auf) sein. "Noch ist alles offen", so Kind.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 19.05.2019 | 22:50 Uhr

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