Stand: 11.02.2018 14:00 Uhr

Darum möchte Bernd Hoffmann zurück zum HSV

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Will den HSV "noch einmal gestalten": Bernd Hoffmann.

Bernd Hoffmann plant sein Comeback beim Hamburger SV. Von 2003 bis 2011 leitete der Dimplom-Kaufmann als Vorstandsvorsitzender die Geschicke des Clubs. Nach dem Abschied vom HSV arbeitete der 55-Jährige als Spielerberater. Nun tritt er am kommenden Sonntag gegen Jens Meier um die Präsidentschaft des eingetragenen Vereins an. Mit dem Amt verbunden ist ein Posten im Aufsichtsrat der Fußball AG - der ausgegliederten Profiabteilung. Im Interview mit dem NDR Sportclub spricht Hoffmann über die Gründe für sein Comeback und seine Ziele mit dem HSV.

Bernd Hoffmann über ...

... die Gründe, warum er HSV-Präsident werden will: "Wir treten als Team an (Thomas Schulz soll Vizepräsident und Moritz Schaefer Schatzmeister werden, d.Red.) und haben den Wunsch, den HSV noch einmal zu gestalten. Man ist als Repräsentant des e.V. in der Lage, die Rahmenbedingungen auch für die AG zu beeinflussen. Dazu gehört auch die Besetzung des Aufsichtsrats, weil dies das zentrale Gremium für die Qualität der Management-Entscheidungen innerhalb des Clubs ist. Die Qualität der Entscheidungen muss erhöht werden - mit einem exzellenten Team innerhalb des Aufsichtsrats."

Bernd Hoffmann © Witters Foto: Valeria Witters

"Müssen endlich ein Team sein"

Was möchte Bernd Hoffmann verändern, wenn er HSV-Präsident werden sollte? Im Sportclub-Interview spricht er über Herausforderungen, Investor Klaus-Michael Kühne und seine Ziele.

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... den Reiz der Aufgabe: "Aus meiner Sicht gibt es keine spannendere Sportmanagement-Aufgabe in Deutschland als die Strukturierung des HSV - den Club wieder in eine Richtung zu bringen, die sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg wahrscheinlicher macht."

... seine mögliche Rolle im Aufsichtsrat der Fußball AG: "Der Präsident des e.V. repräsentiert 76 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG. Platt gesagt: Dem HSV e.V. gehört die Fußball AG. Deshalb sollte sich der Präsident auch mit lauter Stimme melden. Da sehe ich eine deutlich mehr gestaltende Rolle als in den letzten Jahren. Es ist nötig, mehr Akzente zu setzen. Die kann ich auch setzen, weil ich aus der Branche komme und Vorstandserfahrung beim HSV habe."

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Der amtierende Präsident des Hamburger SV e.V. im Interview. mehr

... die wichtigsten Aufgaben beim HSV: "Die dringlichste Aufgabe ist es, innerhalb des HSV ein Team zu bilden: innerhalb des Aufsichtsrats, innerhalb des Vorstands und zwischen diesen beiden. Aber auch beispielsweise mit den Kapitaleignern. Klaus-Michael Kühne scheint sich nicht ausreichend berücksichtigt gefühlt zu haben. Es sieht so aus, als gäbe es jetzt einen Burgfrieden. Das überzeugt mich aber noch nicht."

... das Verhältnis zu Investor Kühne: "Manchmal hat man den Eindruck, dass hier der Schwanz mit dem Hund wedelt und dass viele Entscheidungen möglicherweise im Umfeld von Herrn Kühne getroffen werden. Weder darf das so sein noch ein derartiger Eindruck entstehen. Entscheidungen müssen immer im Volkspark getroffen werden. Herr Kühne ist aber der zweitgrößte Gesellschafter der AG und der wichtigste wirtschaftliche Partner. Deshalb hat er vollkommen zu Recht den Anspruch, sehr gut behandelt zu werden. Aber mit klaren Spielregeln und roten Linien, die beide Seiten nicht überschritten dürfen."

... seine Visionen für den HSV: "Wir befinden uns in einem sehr schwierigen Wettbewerbsumfeld, das in den nächsten Jahren nicht einfacher wird. Wir müssen jetzt auch eine gemeinsame Idee entwickeln, wo der HSV in zehn Jahren steht. Wir können Hamburg und dem HSV nicht einen ständigen Existenzkampf zumuten. Wir merken jetzt schon, dass die Bereitschaft, sich mit dem HSV zu identifizieren und die sportliche Situation anzunehmen, sinkt. Deshalb brauchen wir eine Idee, wie es nach vorne geht. Und ich habe das Gefühl, dass auch die Mitglieder Lust haben anzupacken und nach vorne zu gehen."

Das Interview führte Michael Maske, NDR Fernsehen

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.02.2018 | 22:50 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/sport/fussball/Bundesliga-Hamburg-HSV-Hoffmann,hsv20170.html

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