Stand: 16.12.2017 11:20 Uhr

Der HSV und das Eigentlich-Problem

von Sebastian Ragoß, NDR.de
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Der HSV blickt auf eine schwierige Situation und steckt im Abstiegskampf.

Das Standard-Fazit von Dennis Diekmeier blieb am Freitagabend aus, der Verteidiger des Hamburger SV fehlte beim 1:3 in Mönchengladbach verletzt. Er hätte sonst wohl "da war mehr drin" zum letzten Spiel der Hinrunde gesagt. Wie nach dem 0:0 gegen Wolfsburg, wie nach der 1:2-Niederlage gegen Frankfurt. Es hat sich in dieser Saison bei den Hamburgern eine Lesart entwickelt, nach der eigentlich die Leistungen in Ordnung sind und eigentlich die Mannschaft auf einem guten Weg ist. Aber eigentlich impliziert eben auch, dass in der Realität bei weitem nicht alles gut ist. 15 Punkte aus 17 Partien sprechen da eine deutliche Sprache.

"15 Punkte sind viel zu wenig"

"Das fühlt sich Woche für Woche gleich scheiße an", sagte Mittelfeldspieler Aaron Hunt nach der Pleite in Gladbach. Sein Trainer Markus Gisdol ergänzte: "Wir haben 15 Punkte und das ist viel zu wenig für das, was wir gemacht haben." Es stimmt: Bei glücklicherem Spielverlauf hätten die Hamburger bei der Borussia und gegen Frankfurt punkten können. Allerdings hätten sie in beiden Partien auch vier, fünf oder sechs Gegentreffer kassieren können. Letztlich ist es auch eine Frage von Qualität, wenn ein Team fast immer nach dem gleichen Muster verliert.

Kommt wieder Klaus-Michael Kühne ins Spiel?

Es dürfte erneut ein heißer Winter in Hamburg werden. Sportchef Jens Todt blickt schon auf eine "brutale Rückrunde". Zuvor dürfte jedoch die Diskussion um mögliche Neuzugänge beginnen, was wiederum Investor Klaus-Michael Kühne ins Spiel brächte. Denn ohne das Geld des Milliardärs ist der HSV auf dem Transfermarkt nicht handlungsfähig. Dass dieses Geld in den vergangenen Jahren meist für überteuerte Profis eingesetzt wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Zudem droht dem HSV ein Machtkampf, sollte sich der Ex-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann tatsächlich entscheiden, Jens Meier bei der Wahl zum Präsidenten des eingetragenen Vereins (e.V.) herauszufordern. Zumindest eines ist klar: Langweilig wird es wohl nie werden beim Bundesliga-Gründungsmitglied.

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