Stand: 15.04.2018 19:56 Uhr

Bremen punktet gegen Leipzig

von Johannes Freytag, NDR.de

Werder Bremen ist dem direkten Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga wieder einen Schritt näher gekommen. Die Hanseaten kamen am Sonntagabend gegen RB Leipzig zu einem 1:1 (1:0) und haben damit vier Spieltage vor dem Saisonende zehn Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz und Mainz, das allerdings erst am Montag gegen Freiburg spielt. Angreifer Max Kruse ist überzeugt, "dass wir - so, wie wir spielen - mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben". Niklas Moisander hatte Werder, das unter Trainer Florian Kohfeldt im Weserstadion weiter ungeschlagen ist, gegen zunächst schwache Leipziger in Führung gebracht, Im zweiten Durchgang glich Ademola Lookman für die Gäste aus. Kommende Woche treten die Bremer beim VfB Stuttgart an - ohne Thomas Delaney, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.

Werder mit verdienter Halbzeitführung

Eine knappe halbe Stunde lang neutralisierten sich beide Teams. Es ging auf dem Platz hin und her, Torraumszenen gab es jedoch nur nach Standards. Zlatko Junuzovic sorgte so zweimal für Gefahr (5., 13.). Dann aber explodierte Werder: Einen Distanzschuss von Max Kruse lenkte Leipzigs Keeper Peter Gulacsi gerade noch an die Querlatte. Den Abpraller traf Moisander zwar nicht voll, der Ball trudelte dennoch ins leere Tor - 1:0 für Werder (28.). Der Treffer war der Auftakt für eine starke Bremer Phase mit Einbahnstraßenfußball in Richtung Gulacsi. Milos Veljkovic verpasste eine von Moisander verlängerte Hereingabe von Kruse nur knapp (35.), Milot Rashicas "Strahl" aus 20 Metern parierte der RB-Torwart - der Ungar war anschließend auch beim Nachschuss von Junuzovic zur Stelle (40.). Vor Bremens Gehäuse gab es hingegen im ersten Durchgang nur einmal Gefahr: Ein Freistoß von Dominik Kaiser wurde von der Mauer abgewehrt - Glück für Werder, dass Schiedsrichter Christian Dingert nicht auf Handspiel von Maximilian Eggestein entschied (32.).

Leipzig dreht auf

Nach Wiederanpfiff kamen die Leipziger mit ihrem ersten gelungenen Angriff überhaupt prompt zum Ausgleich. Der eingewechselte Lookman ließ im Strafraum Eggestein und Philipp Bargfrede schlecht aussehen und schloss aus fünf Metern wuchtig zum 1:1 ab (50.). Das Tor wurde zum Dosenöffner für RB: Im Gegensatz zum ersten Durchgang zogen die Gäste aus Sachsen nun ihr gefürchtetes schnelles Kombinationsspiel auf. Werder überstand die Druckphase unbeschadet und es entwickelte sich eine Schlussphase mit hochkarätigen Chancen hüben wie drüben: Bremens Keeper Jiri Pavlenka verhinderte gegen den alleine auf ihn zustürmenden Timo Werner das 1:2 (85.). Auf der Gegenseite hatte Moisander den Siegtreffer für Werder auf dem Kopf (87.), scheiterte aber ebenso wie Ishak Belfodil (90.+2). So blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.04.2018 | 22:50 Uhr

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