Braunschweig unter Neu-Coach Schiele: Alles kann, nichts muss

Stand: 10.06.2021 15:05 Uhr

Mit dem neuen Trainer Michael Schiele sowie einem umgebauten Kader wird Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig in die neue Saison gehen. Der sofortige Wiederaufstieg ist dabei laut Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann kein Muss.

"Die Zielsetzung ist wirtschaftlich wie sportlich auf die nächsten zwei Jahre angelegt. Sportlich wollen wir zunächst so weit wie möglich oben dranbleiben. Im zweiten Jahr werden wir unsere Ziele dann sicher etwas höher ansetzen", sagte der 63-Jährige am Donnerstagmittag bei der offiziellen Vorstellung von Schiele als Nachfolger des entlassenen Daniel Meyer.

Kader soll zum Trainingsstart nahezu komplett sein

Der BTSV ist nach den schlechten Erfahrungen aus der Saison 2018/2019 vorsichtig geworden. Seinerzeit wären die "Löwen" nach dem Zweitliga-Abstieg mit neuem Coach und nahezu komplett umgekrempelter Mannschaft fast in die Regionalliga durchgereicht worden. Nun soll der Neuaufbau behutsamer vorgenommen werden. "Wir haben schon zum Ende der vergangenen Saison für einige Szenarien geplant. In den letzten 14 Tagen waren wir sehr aktiv. Ein Großteil des Kaders wird zum Trainingsstart am 20. Juni sicherlich auf dem Platz stehen", kündigte Vollmann an.

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Trainer Michael Schiele © imago images/foto2press

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Neun Abgänge fix - noch keine Neuverpflichtung

Eine bemerkenswerte Aussage, steht den aktuell neun Abgängen derzeit noch keine einzige Neuverpflichtung gegenüber. Doch im Hintergrund wird mit Hochdruck an Transfers gearbeitet, wie auch Schiele durchblicken ließ: "Wir haben zusammen abgesteckt, wie wir spielen wollen. Sicherlich muss man auch schauen, welche Attribute für uns bei den Spielern wichtig sind. Ich denke, dass wir die nächsten Tagen aber auch Vollzug melden können."

Erster Zugang könnte Luis Görlich von der TSG Hoffenheim II werden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht der 21 Jahre alte Rechtsverteidiger beim BTSV vor der Unterschrift.

Schiele hat "voll Bock" auf die Eintracht

Görlich würde ob seines Alters vorerst wohl nicht in die Rubrik "Führungsspieler" fallen. Doch es bedarf eben nicht nur erfahrener Leistungsträger, sondern auch ein paar junger Wilder, wie Schiele unterstrich. "Wir brauchen ein gutes Gesamtkonstrukt im Team. Das entsteht immer Step-by-Step. Vor allem mit neuen Spielern. Am Ende sind nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer wichtig für die Mannschaft", erklärte der 46-Jährige. Der Trainer war bei seiner Vorstellung sichtlich bemüht, Optimismus zu verbreiten. Die Eintracht sei ein "großes Schiff mit einer großen Fan-Base, die dich stark nach vorne peitscht", sagte der Trainer: "Da habe ich voll Bock drauf."

BTSV dritte Station als Cheftrainer

Für Schiele ist der BTSV seine dritte Station als Chefcoach. Nachdem er in der vergangenen Serie zuerst in Würzburg und dann später beim SV Sandhausen nach lediglich 14 Spielen entlassen wurde, geht es beim Meister von 1967 auch um seine persönliche Reputation. Gedanken daran, dass sein Engagement bei den "Löwen" nicht von Erfolg gekrönt sein könnte, hat der Fußballlehrer aber offenbar nicht. "Ich bin ein sehr positiver Mensch und denke, dass man immer mehr den Fokus nach vorne richten sollte", sagte Schiele.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.06.2021 | 14:25 Uhr

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