Stand: 17.03.2019 10:03 Uhr

Braunschweig unter Druck - Meppen entspannt

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Im Hinrunden-Duell schlug Meppen um Hassan Amin (l.) Robin Beckers Eintracht Braunschweig mit 4:2.

Fünf Spiele am Stück ohne Niederlage - In der Hinrunde hätten die Fußballer von Eintracht Braunschweig sich bei solch einer Serie vielleicht einen ganz besonderen Mannschaftsabend gegönnt. Einen mit mehr Trank denn Speis. Seinerzeit aber gab es bei den Niedersachsen so rein gar nichts zu feiern. Erst recht nicht nach dem peinlichen 2:4 am zehnten Spieltag beim SV Meppen, das gleichbedeutend mit dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz der Dritten Liga war.

Seitdem hat sich einiges getan beim BTSV. Es gibt einen neuen Trainer (André Schubert), ein umgebautes Team und vor allem: neue Hoffnung. Denn nach besagten fünf ungeschlagenen Partien in Serie beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer lediglich noch zwei Zähler. Zur Erinnerung: Vor dem Restrunden-Start waren es noch derer zehn.

Kellerkinder mucken allesamt auf

Palettenweise Gerstensaft hat Schubert seinem kickenden Personal ob des Leistungsaufschwungs aber noch nicht spendiert. Auf der Pressekonferenz zum Rückrunden-Duell mit Meppen (heute, 14 Uhr) wirkte der 47-Jährige gar ein wenig genervt, dass die ganze Punkte-Hamsterei die "Löwen" noch nicht an den ersehnten Fleischtopf, sprich den ersten Nichtabstiegsplatz, gebracht hat. "Ein Dreier würde mal wieder guttun", sagte der 47-Jährige mit Blick auf drei Braunschweiger Remis in Folge. Tatsächlich war der vergangene Spieltag, an dem die Eintracht 0:0 bei Kaiserslautern spielte, nicht nach dem Gusto des Meisters von 1967: Mit Ausnahme der SG Sonnenhof Großaspach muckten alle Kellerkinder auf.

Mögliche Aufstellung Eintracht Braunschweig

Schubert: "Der Druck ist immer gleich"

"Der Druck ist immer gleich, wir müssen punkten", erklärte Schubert mit Blick auf das Gedränge im letzten Drittel des Klassements. Von ganz unten - dort stand der SVM bis zu jenem Duell mit dem BTSV - ins gesicherte Mittelfeld haben sich die Emsländer derweil gearbeitet. "Meppen hat in den letzten sieben Spielen fünf Mal gewonnen. Sie sind eine Mannschaft, die sich gefunden hat", sagte Braunschweigs Coach zum besten Rückrunden-Team der Liga. Seiner Equipe steht fraglos eine harte Aufgabe bevor, zumal der Nordrivale in Anbetracht seines fast sicher feststehenden Klassenerhalts unbekümmert aufspielen kann.

Schubert hofft gegen den SVM auf die Rückkehr des zuletzt fehlenden Mittelfeld-Stabilisators Bernd Nehrig. Auf Nils Rütten, der den Routinier in Kaiserslautern vertrat, kann er derweil nicht zurückgreifen. Der 23-Jährige wurde wegen seiner Roten Karte gegen die "Roten Teufel" am Freitag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Spiele gesperrt.

Neidhart hat die Qual der Wahl

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SVM-Coach Christian Neidhart kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen.

Personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann Meppen bei seiner Dienstreise in die Löwenstadt. In Anbetracht einen 27 Mann starken Kaders, aus dem derzeit lediglich Marcel Gebers und Fabian Senninger verletzungsbedingt keine Optionen sind, hat Coach Christian Neidhart automatisch Luxusprobleme. Und naturgemäß unzufriedene Reservisten. Bis dato aber ist es dem 50-Jährige gut gelungen, alle seine Profis bei Laune zu halten. Er müsse den Fokus nicht auf die Dinge legen, die ohnehin funktionieren, "sondern darauf, was passieren könnte, wenn andere durchdrehen", erklärte Neidhart der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Mit vielen Einzelgesprächen und auch Personalwechseln hat er es geschafft, Unruhe zu vermeiden.

Tolles Binnenklima = tolle Resultate: Beim SVM geht diese Rechnung auf. "Aktuell sind wir mit einer ganz breiten Brust da. Wir wissen aber, dass das alles kein Selbstläufer ist, dass wir alles investieren müssen", sagte Torjäger Nick Proschwitz dem NDR Sportclub. Klingt nicht danach, als ob der Meppener Erfolgshunger schon gestillt wäre.

Mögliche Aufstellung SV Meppen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.03.2019 | 14:00 Uhr

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