Stand: 26.06.2020 13:09 Uhr

Braunschweig und Hansa: Aufstieg wie einst 2011?

Wiederholt sich Fußball-Geschichte doch? Vor neun Jahren stiegen Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock gemeinsam in die Zweite Liga auf - in der aktuellen Saison könnte es dasselbe Szenario geben. Während sich die "Löwen" mit dem Sieg am Mittwoch in Chemnitz eine glänzende Ausgangsposition erspielten, musste Hansa Rostock allerdings mit dem 1:1 gegen Kaiserslautern - dem zweiten Remis im Folge - im Aufstiegsrennen etwas abreißen lassen.

Die Mecklenburger haben am Sonnabend (14 Uhr) beim direkten Konkurrenten Würzburger Kickers ein "kleines Endspiel", wie Hansa-Coach Jens Härtel es formulierte, Braunschweig kann zeitgleich in Zwickau (live im NDR Fernsehen und bei NDR.de) den Weg zu einer vorzeitigen Aufstiegsfeier ebnen. Rostock müsste dafür einen Punkt in Würzburg holen, Duisburg und Ingolstadt müssten ihre Spiele verlieren. Ingolstadt tritt am Sonntag (13 Uhr) beim SV Meppen an.

Antwerpen: "Ich kann keinen Matchball erkennen"

"Ich kann da keinen Matchball für uns erkennen", sagte indes Eintracht-Trainer Marco Antwerpen. "Da müssten Konstellationen eintreffen, die für mich nicht wirklich ersichtlich sind. Wir sind angehalten, uns nur auf das Spiel in Zwickau zu konzentrieren. Was danach kommt, interessiert uns noch nicht." Die Eintracht ist seit dem Neustart der Liga ungeschlagen, zeigte dabei aber meist nur nüchternen Ergebnisfußball. Antwerpen reagierte auf entsprechende Vorwürfe nach dem Chemnitz-Spiel angefressen: "Es ist ja nicht so, dass wir die Punkte irgendwie geschenkt bekommen."

Auch beim Kellerkind Zwickau erwartet Antwerpen ein "schwieriges Spiel". Abwehrspieler Steffen Nkansah räumte ebenfalls ein, "dass wir zurzeit auch das nötige Glück auf unserer Seite haben", erklärte aber auch: "Sowohl Taktik als auch Mentalität spielen bei uns eine große Rolle. Wir konnten enge Partien für uns entscheiden, sind eklig und sehr schwer zu schlagen."

Hansa: "Frust in positive Energie umwandeln"

Schwer zu schlagen ist derzeit auch Hansa Rostock, allerdings zählen im engen Aufstiegsrennen nur Siege. "Unterm Strich ist das zu wenig. Damit sind wir nicht zufrieden", stellte Hansa-Coach Härtel nach dem Kaiserslautern-Spiel fest. Optimismus schöpft der Trainer aus der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Spielhälfte, in der die Rostocker drauf und dran waren, die Partie noch zu drehen.

Die Devise für das Gastspiel bei den Kickers ist klar: "Wir müssen gewinnen, sonst können wir Würzburg nicht mehr greifen. Wenn wir gewinnen, sind wir wieder voll im Rennen", erklärte Härtel. Seine Mannschaft müsse nun versuchen, "den Frust in positive Energie umzuwandeln".

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 27.06.2020 | 14:00 Uhr

Mehr Fußball-Meldungen

Evans Nyarko (l.) von Eintracht Norderstedt im Duell mit Nico Donner von Teutonia 05 © IMAGO / Claus Bergmann Foto: Claus Bergmann

Norderstedt - Teutonia 05: Showdown um die DFB-Pokalteilnahme

Die beiden Regionalligisten ermitteln am Sonnabend in einem Entscheidungsspiel den Hamburger Vertreter für die erste Hauptrunde. mehr

Fußball im Netz © Mikael Damkier

NDR Fußball-Tippspiel wird eingestellt

Das NDR Tippspiel wird nach der Saison 2020/2021 nicht fortgesetzt. Vielen Dank fürs Mittippen und die jahrelange Treue! mehr