Stand: 22.04.2019 21:55 Uhr

Braunschweig macht Riesensprung nach vorne

von Bettina Lenner, NDR.de
Die Braunschweiger Eintracht hatte am Ostermontag allen Grund zum Jubeln.

Drittligist Eintracht Braunschweig hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Mannschaft von Trainer André Schubert setzte sich am Montagabend verdient mit 3:0 (1:0) beim KFC Uerdingen durch und verbesserte sich auf den 14. Tabellenrang. Es ist nach dem immens wichtigen Sieg die beste Platzierung der Niedersachsen seit dem ersten Spieltag. "Insgesamt war es ein absolut verdienter Sieg von uns. Ich kann meiner Mannschaft da nur ein großes Kompliment machen", sagte BTSV-Coach Schubert nach der Partie.

Beim sehenswerten Aufeinandertreffen zweier engagierter Teams zeigten sich die Braunschweiger in der Offensive von Beginn an gefährlich, erspielten sich immer wieder Chancen. In der zwölften Minute steuerte Eintracht-Kapitän Stephan Fürstner konsequent in Richtung Tor, wurde aber von Patrick Pflücke mit einer Grätsche von den Beinen geholt. Schiedsrichter Patrick Alt, der vor allem in der ersten Hälfte mehrfach im Fokus stand, entschied sich gegen den möglichen Strafstoß - Pech für die Gäste. Kurz darauf nahm Manuel Janzer am langen Pfosten eine Flanke von Marcel Bär volley, der Ball strich knapp vorbei (15.). Sechs Minuten später traf Janzer dann aber nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus - die verdiente Führung für die couragierten "Löwen".

Beister vergibt Handelfmeter

34.Spieltag, 22.04.2019 19:00 Uhr

KFC Uerdingen

0

Braunschweig

3

Tore:

  • 0:1 Janzer (22.)
  • 0:2 Bär (55.)
  • 0:3 Feigenspan (75.)

KFC Uerdingen: Benz - Bittroff (68. Kefkir), Lukimya, Erb, Dorda - Konrad, Pflücke - Beister (68. Dörfler), Krempicki, R. Rodriguez (46. Osawe) - Aigner
Braunschweig: Fejzic - B. Kessel (79. Menz), R. Becker, Nkansah, Kijewski, Putaro - Fürstner, Pfitzner (88. Rütten), Janzer (73. Feigenspan) - Bär, P. Hofmann
Zuschauer: 5099

Weitere Daten zum Spiel

Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, da rückte wieder Alt in den Blickpunkt. Uerdingens Maximilian Beister war frei durch, wurde aber vom Pfiff des Schiedsrichters ausgebremst. Statt Vorteil laufen zu lassen, zeigte der Referee Marc Pfitzner für seinen Ellenbogeneinsatz kurz zuvor gegen Verteidiger Christian Dorda umgehend die Gelbe Karte - die Gäste im Glück. Und noch ein Aufreger prägte die erste Halbzeit: In der 41. Minute flankte Dorda von der Strafraumgrenze in Richtung Braunschweiger Tor, Robin Becker stellte sich in den Weg und verteidigte mit der Brust - oder vielleicht doch mit dem Arm? Alt jedenfalls entschied auf Handelfmeter, den der frühere Bundesliga-Profi Beister an den Pfosten setzte. Mit der verdienten, aber auch ein wenig glücklichen Braunschweiger Führung ging es in die Pause.

Ein Tor schöner als das andere

Die Krefelder machten nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo sie kurz zuvor aufgehört hatten: Sie ergriffen mit Wut im Bauch die Initiative. Das 2:0 durch Braunschweigs Top-Torjäger Bär in der 55. Minute kam daher wie gerufen. Philipp Hofmann verlängerte auf den Angreifer, der sich ein Laufduell mit KFC-Keeper Robin Benz lieferte. Der Torwart griff zu, bekam den Ball aber nicht richtig zu fassen, während Bär ins Straucheln geriet. Alt entschied richtigerweise: kein Elfmeter. Bär reagierte blitzschnell, rappelte sich wieder auf und bugsierte den Ball aus spitzem Winkel ins leere Tor. Sein neunter Saisontreffer - und was für einer!

Das Prädikat "sehenswert" erhielt zudem das 3:0 durch Mike Feigenspan. Erst zwei Minuten zuvor eingewechselt, stach der flinke Joker im Handumdrehen, als er den Ball nach einem langen Abschlag kompromisslos in die Maschen drosch (75.). In der Schlussphase brachten die Niedersachsen den Auswärtssieg sicher über die Zeit, zumal sie nach einer Gelb-Roten Karte gegen Stefan Aigner (81.) in Überzahl agierten.

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Sport aktuell | 23.04.2019 | 06:25 Uhr