Stand: 07.07.2020 13:40 Uhr

Braunschweig: Aufstiegstrainer Antwerpen muss gehen

Keine Zukunft bei den "Löwen": Marco Antwerpen.

Dem Aufstieg folgte der Abschied: Nur sechs Tage nach der Rückkehr in die Zweite Bundesliga hat sich Eintracht Braunschweig überraschend von Trainer Marco Antwerpen getrennt. Der ausgelaufene Vertrag des 48-Jährigen werde nicht verlängert, teilten die "Löwen" am Dienstag mit. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Aufsichtsratschef Ebel: "Kontrovers diskutiert"

Antwerpen hatte den Traditionsclub im November übernommen und vor allem dank eines starken Endspurts nach der Corona-Zwangspause zum Aufstieg geführt. "Wir sind Marco Antwerpen für seine geleistete Arbeit der vergangenen Monate extrem dankbar. Er hat einen hohen Anteil an der Rückkehr in die Zweite Bundesliga. Besonders während der Saisonunterbrechung und in den fünf Wochen nach dem Restart hat er sehr gute Arbeit geleistet", sagte Aufsichtsratschef Sebastian Ebel: "In unserer Betrachtung müssen wir aber auch den gesamten Saisonverlauf bewerten. Daher sind wir am Ende zu diesem Entschluss gekommen. Die Entscheidung, seinen Vertrag bei uns nicht zu verlängern, ist uns nicht leicht gefallen und wurde in einer mehrstündigen Sitzung am gestrigen Abend kontrovers diskutiert."

Aus auch für Co-Trainer Öztürk

Antwerpen selbst hatte am Wochenende signalisiert, bei der Eintracht weitermachen zu wollen: "Ich habe schon immer gesagt, dass es auch mein persönliches Ziel ist, in die Zweite Liga zu gehen", sagte der 48-Jährige dem NDR Sportclub. Allerdings war er trotz des Erfolgs im Verein nicht unumstritten, gilt als kantig und zuweilen eigensinnig. Ebenso wie Antwerpen muss auch Co-Trainer Kurtulus Öztürk die Niedersachsen verlassen.

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Sport aktuell | 07.07.2020 | 14:25 Uhr

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