Stand: 24.03.2019 16:17 Uhr

Bischoff hofft auf Hansa-Verbleib: "Werde kämpfen"

Hofft auf einen neuen Vertrag bei Hansa: Ex-Kapitän Amaury Bischoff.

Es ist das wohl bitterste Jahr in der bewegten Fußball-Karriere des Amaury Bischoff. Zunächst musste der frühere portugiesische U21-Nationalspieler im vergangenen Sommer seine Kapitänsbinde abgeben, dann verlor der 31-Jährige auch seinen Stammplatz beim FC Hansa Rostock. Ex-Coach Pavel Dotchev warf dem Edeltechniker mangelnde Fitness vor und setzte ihn lediglich noch sporadisch ein. Und auch unter Jens Härtel, dem Nachfolger des im Januar entlassenen Bulgaren, ist Bischoff bis dato nicht über den "Joker"-Status hinausgekommen. Eigentlich deutete alles auf eine Trennung im Sommer hin. Zumal der Kontrakt des früheren England-Legionärs (FC Arsenal) am Saisonende ausläuft. Doch nach seinem starken Auftritt im zweiten Abschnitt der Partie am Sonnabend beim Karlsruher SC (1:1) hofft der Routinier, ein neues Arbeitspapier bei den Mecklenburgern zu erhalten.

Starker Auftritt als "Joker" gegen den KSC

"Es gibt noch keine Gespräche. Aber ich werde bis zum Ende kämpfen. Und dann sehen wir, was passiert", sagte Bischoff NDR 1 Radio MV. Sein Auftritt gegen die Badener war ein starkes Argument für eine Vertragsverlängerung. Nach seiner Einwechslung zur zweiten Hälfte als zentraler Abwehrspieler gewann Hansa in der Defensive an Stabilität und im Spielaufbau an Qualität. "Ich fühle mich unheimlich wohl auf dieser Position. Da kann ich alles von hinten organisieren und spielerisch lösen. Wenn ich das mache, kann ich der Mannschaft helfen", erklärte der 31-Jährige. Härtel hatte ihm bereits unmittelbar nach seiner Amtsübernahme verdeutlicht, ihn nur als zentralen Verteidiger in einer Dreier-Kette einzusetzen. Für den gebürtigen Franzosen kein Problem, aber eben eine Umgewöhnung. Denn seine angestammte Position ist die des zentralen Mittelfeldmanns.

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Härtel lobt den Edelreservisten

Härtel war nach der KSC-Partie voll des Lobes für Bischoff. Und seine Worte klangen nicht danach, als habe er schon eine finale Entscheidung über eine Trennung von ihm am Saisonende gefällt. "Immer, wenn er gespielt hat - egal, ob im Landespokal oder auch in Wiesbaden -, hat er gute Leistungen gebracht. Er ist halt ein Voll-Profi und gibt auch im Training Gas. Es freut mich für ihn, dass er uns so helfen konnte", sagte der Coach. Ob der 49-Jährige über das Saisonende hinaus mit dem Portugiesen plant, ist aber ungewiss. Wie so einige andere Personalfragen bei den Rostockern.

Nur sieben Einsätze in dieser Serie

Fakt ist aber, eine weitere Serie wie diese wird sich Bischoff nicht antun. "Natürlich bin ich nicht zufrieden, das weiß der Trainer. Aber die Mannschaft geht immer vor. Ich will unbedingt jedes Spiel spielen. Es ist nicht mein Anspruch, immer auf der Bank zu sitzen", erklärte der Ex-Kapitän. Die vergangenen Monate haben an ihm genagt. Gerade einmal sieben Drittliga-Einsätze schlagen bis dato für ihn zu Buche. Nur zweimal stand er dabei in der Startelf.

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