Stand: 30.04.2019 21:40 Uhr

Becker von Rassismus-Vorwurf freigesprochen

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Legte erfolgreich Einspruch ein: Robin Becker.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Dienstag das vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Urteil gegen Robin Becker vom Drittligisten Eintracht Baunschweig aufgehoben und das Verfahren eingestellt. Der 22-Jährige, der vom Vorwurf der rassistischen Beleidigung freigesprochen wurde, kann damit am Sonntag im Spiel beim VfR Aalen wieder eingesetzt werden. "Wir sind sehr froh - vor allem natürlich auch für den Menschen Robin Becker - dass das DFB-Bundesgericht unserer Berufung stattgegeben und das Urteil aufgehoben hat", sagte Eintracht-Aufsichtsratsmitglied Tobias Rau. Die Vorwürfe seien "schwer und für uns zu keiner Zeit nachvollziehbar gewesen".

Der Abwehrspieler war am 26. April wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von fünf Spielen und einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro belegt worden. Gegnerische Spieler hatten Becker nach dem Spiel gegen 1860 München am 30. März rassistische Beleidigung vorgeworfen, die dieser stets vehement bestritten hatte. Er legte Einspruch gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts ein - mit Erfolg.

Fernsehbilder geben Aufschluss

"Aufgrund der heute erstmals vorgelegten weiteren Fernsehaufzeichnung, in der zum ersten Mal der gesamte Vorgang zu sehen war, konnte geklärt werden, dass der Wortwechsel, in dessen Rahmen die schwere Beleidigung gefallen sein soll, jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt zwischen diesen Beteiligten stattgefunden hat. Deswegen konnte der Nachweis eines Fehlverhaltens des Spielers Robin Tim Becker in dieser Situation nicht geführt werden und der Spieler war freizusprechen", sagte Oskar Riedmeyer, der als stellvertretender Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts die Sitzung in Frankfurt geleitet hatte, zum Urteil.

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Sportreport | 01.05.2019 | 18:05 Uhr