Eine Eckfahne mit dem Vereinswappen von Eintracht Braunschweig © imago images/foto2press

BTSV: Fanprojekt-Mitarbeiter ließ Anhänger ins Stadion

Stand: 07.02.2021 20:26 Uhr

Ein Mitarbeiter eines Braunschweiger Fanprojekts hat die BTSV-Anhänger im Vorfeld des Niedersachsen-Derbys nach Clubangaben auf das Gelände des Fußball-Zweitligisten gelassen. Bei der Aktion waren vor allem die Corona-Abstandsregeln missachtet worden.

"Der Gruppierung ist nachweislich mit einem Schlüssel eines Mitarbeiters des AWO-Fanprojekts der Zugang zum Stadiongelände ermöglicht worden. Dieser Mitarbeiter wurde vom Träger des vom Verein unabhängigen Fanprojekts, dem AWO-Kreisverband Braunschweig, bereits freigestellt", teilte Eintracht Braunschweig am Sonntagabend mit.

"Die Vorfälle haben uns in den vergangen Tagen intensiv beschäftigt", so der Club weiter. Eintracht Braunschweig werde nun "weitere, sich daraus ergebende mögliche (rechtliche) Konsequenzen gegen die Beteiligten der Aktion intensiv prüfen", erläutert Wolfram Benz, kaufmännischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung.

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Das Eintracht-Stadion in Braunschweig © imago images/Zink Foto: Daniel Marr

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Die Braunschweiger Anhänger versammelten sich nach einer Trainingseinheit im Stadion. Der Verein habe nichts von der Aktion gewusst, so der BTSV. mehr

Rund 200 Fans dicht gedrängt

Am vergangenen Dienstag hatten sich im Stadion an der Hamburger Straße nach einer Trainingseinheit der Profimannschaft rund 200 Fans im Innenraum vor der Südkurve versammelt. Sie standen teilweise dicht gedrängt und feuerten den abstiegsbedrohten Zweitligisten mit lauten Gesängen an. Auch zu Schmähungen gegen Hannover 96 soll es gekommen sein. Die Aktion eines Teils der aktiven Fanszene sei weder vom Verein initiiert worden, noch habe der Club davon Kenntnis gehabt, hatte Eintracht-Präsident Christoph Bratmann bereits am Mittwoch betont.

AWO-Kreisverband Braunschweig: "Unerträglich"

Das Fehlverhalten eines Mitarbeiters aus dem AWO-Fanprojekt sei nachgewiesen, so Gunter Kröger, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Braunschweig. "Wir als Arbeitgeber haben die betreffende Person mit sofortiger Wirkung von ihrer Tätigkeit freigestellt." Es sei "unerträglich, dass eklatante Verletzungen der geltenden Corona-Verordnungen dadurch überhaupt erst möglich gemacht wurden".

Der Braunschweiger Polizei ist der Vorfall ebenfalls bekannt. Ein Sprecher hatte allerdings Mitte vergangener Woche mitgeteilt, anhand des im Internet kursierenden Videos könne "nicht ermittelt werden, da einzelne Personen nicht identifizierbar sind".

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 07.02.2021 | 22:50 Uhr

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