Stand: 29.08.2018 15:38 Uhr

Aus für Sportchef Arnold bei Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig hat nach dem schwachen Drittliga-Start bereits nach dem fünften Spieltag Konsequenzen gezogen. Am Mittwoch gab der Club die Trennung von seinem sportlichen Leiter Marc Arnold bekannt. Der 2019 auslaufende Vertrag sollte ohnehin nicht mehr verlängert werden, Arnold wurde jedoch mit sofortiger Wirkung freigestellt. "Wir hatten viel mehr Höhen als Tiefen und ich wäre den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit dem neuen Trainer und der Mannschaft gerne weitergegangen", sagte der 47-Jährige. Die Aufgaben des sportlichen Leiters werden zunächst von Trainer Henrik Pedersen und Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt übernommen. Am Freitag endet die Transferfrist, es wird wohl noch einige Ab- und Zugänge bei der Eintracht geben. Laut Voigt gibt es Überlegungen, Pedersen einen weiteren Assistenten zur Seite zu stellen.

Marc Arnold: Zehn Jahre Eintracht Braunschweig

Bereits seit über zehn Jahren im Amt

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Arnold bekleidete seit 2008 beim BTSV das Amt des sportlichen Leiters. Unter seiner Ägide stieg der Meister von 1967 von der Dritten in die Erste Liga auf. In diesem Sommer folgte mit dem überraschenden Zweitliga-Abstieg allerdings das bittere Ende der Erfolgsjahre. Langzeit-Coach Torsten Lieberknecht musste die "Löwen" daraufhin verlassen. Auch Arnold soll damals laut der "Braunschweiger Zeitung" bereits vor dem Aus gestanden haben. Wegen des zu bewältigenden personellen Umbruchs habe die Eintracht-Chefetage dann jedoch von einer Trennung abgesehen. Allerdings hatte der nun beurlaubte Manager bei der Kaderzusammenstellung wohl einen geringeren Einfluss als der Trainer. "Henrik Pedersen hat den neuen Kader in den vergangenen Wochen bereits aktiv gestaltet und so ein Team geformt, das in absehbarer Zeit zusammenwachsen und in die Erfolgsspur finden wird", betonte Clubchef Sebastian Ebel am Mittwoch.

"Arnold raus"-Rufe im Stadion

Trotzdem stand vor allem Arnold zuletzt bei den Fans immer stärker in der Kritik. Viele Eintracht-Anhänger haben ihn als Sündenbock für für die Braunschweiger Krise ausgemacht. Am vergangenen Sonntag während des Duells mit Fortuna Köln (0:2) waren mehrfach "Arnold raus"-Rufe im Stadion zu vernehmen. Am Dienstag hatte die Eintracht-Clubführung in einem offenen Brief der Mannschaft und Trainer Pedersen das Vertrauen ausgesprochen. Arnold war in dem Schreiben nicht erwähnt worden.

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Hallo Niedersachsen | 29.08.2018 | 19:30 Uhr

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