Stand: 05.11.2018 22:02 Uhr

Alvarez lässt Bremer Brücke beben

von Christian Görtzen, NDR.de
Osnabrücks Maurice Trapp jubelt mit dem Torschützen Marcos Alvarez (o.).

Marcos Alvarez hat dem VfL Osnabrück in der dritten Fußball-Liga einen fulminanten Heimsieg beschert. In der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte der Angreifer im Spitzenspiel gegen den KFC Uerdingen 05 einen Handelfmeter - die Niedersachsen siegten nach zwischenzeitlichem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 (0:0). Direkt nach dem Tor folgte der Schlusspfiff. Die Lila-Weißen bauten ihre Erfolgsserie auf optimale Art aus - Trainer Daniel Thioune ist mit seiner Mannschaft nun schon seit sieben Spielen ohne Niederlage. Osnabrück hat seine Tabellenführung auf den Rivalen Preußen Münster auf drei Punkte ausgebaut. "Das war bezeichnend für die Mentalität dieser Mannschaft - dass sie nie aufsteckt, nie aufgibt. Und dann kriegt sie mal einen kurzen Niederschlag und steht sofort wieder auf", sagte Thioune dem NDR.

Alvarez prüft Uerdingens Keeper Vollath

14.Spieltag, 05.11.2018 19:00 Uhr

VfL Osnabrück

2

KFC Uerdingen

1

Tore:

  • 0:1 Schorch (56.)
  • 1:1 Danneberg (63.)
  • 2:1 Alvarez (90. +3, Handelfmeter)

VfL Osnabrück: Körber - Susac, M. Trapp, Agu (88. S. Tigges) - Renneke, Danneberg, Blacha, Farrona-Pulido (57. Pfeiffer) - Heider, Ouahim (72. Amenyido) - Alvarez
KFC Uerdingen: Vollath - Großkreutz, Maroh, Schorch, Dorda - Konrad, T. Öztürk - Beister, Ibrahimaj (75. Holldack), Kefkir (77. Chessa) - Aigner (85. Krempicki)
Zuschauer: 11742

Weitere Daten zum Spiel

Als Ersatz für den verletzten Leistungsträger Ulrich Taffertshofer (Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel) hatte Thioune den ehemaligen Holstein-Spieler Tim Danneberg nominiert. Angreifer Alvarez, den in den vergangenen Tagen Adduktorenprobleme geplagt hatten, stand in der Startelf. Bevor die Partie richtig in Schwung kommen konnte, waren erst einmal viel zu viele Bälle auf dem Rasen. Aus Protest gegen Montagsspiele warfen VfL-Anhänger vor der Ausführung eines Eckballs für die Gäste zahlreiche Tennisbälle auf das Spielfeld. Es gab die erste Verzögerung. Die weiteren Formen des Protests: ein Stimmungsboykott der Osnabrücker Ultra-Gruppe "Violet Crew" für die erste Halbzeit und ein ausdauerndes Trillerpfeifenkonzert im Gästeblock.

Fußball gespielt wurde aber auch. In der 13. Minute bot sich den Lila-Weißen durch einen Freistoß aus 18 Metern in zentraler Position eine gute Chance. Alvarez trat an, schoss flach, doch Uerdingens Keeper René Vollath tauchte ab und parierte mit den Händen glänzend. Nach einer halben Stunde kam der VfL zu einer weiteren Gelegenheit, diesmal aus dem Spiel heraus: Eine scharfe Hereingabe von Manuel Farrona Pulido von der linken Strafraumhälfte fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Wenig später fehlte einem Kopfball von Marc Heider der Druck (34.). Von den Krefeldern kam wenig. Es ging mit einem 0:0 in die Pause.

Osnabrück mit starker Reaktion

Auch nach dem Wiederbeginn plätscherte das Topspiel dahin. Bis zur 56. Minute. Einen Eckball wehrten die Niedersachsen zu kurz ab, sodass Uerdingens Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz das Spielgerät von der rechten Außenbahn wieder in die Strafraummitte schlagen konnte. Dort schraubte sich Christopher Schorch hoch und überwand VfL-Keeper Nils-Jonathan Körber mit einem platzierten Kopfball zum 1:0 für den Aufsteiger. Osnabrück reagierte im Stile eines Spitzenreiters. Einen Freistoß von Alvarez schoss Danneberg volley zum 1:1 (63.) ein. Zwei Minuten später jubelten die VfL-Fans ein weiteres Mal: Uerdingen wurde durch eine Gelb-Rote Karte für Maximilian Beister geschwächt.

Alvarez wird mit Nervenstärke zum Matchwinner

Der VfL wollte mit Macht den Sieg. Und sie kamen dem 2:1 sehr nahe - so etwa durch Bashkim Renneke, der in der 74. Minute den Pfosten traf. Und dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit: Nach einem weiten Freistoß von Alvarez wehrte Uerdingens Mittelfeldspieler Manuel Konrad den Kopfball von Heider mit den Händen ab. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied zu Recht auf Handelfmeter. Alvarez trat an, verlud Vollath - 2:1. Ein Jubelsturm brandete auf. Osnabrück hatte die Partie tatsächlich noch gedreht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 05.11.2018 | 22:40 Uhr

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