Stand: 02.07.2018 16:08 Uhr

96-Trainingsstart mit vielen Fragezeichen

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Nachdenklich: Manager Horst Heldt (l.) und Coach André Breitenreiter beim Trainingsstart von Hannover 96.

Eine alte Fußball-Weisheit besagt, dass das zweite Jahr für Aufsteiger immer das schwerste ist. Im Falle von Hannover 96 sprechen einige Indizien dafür, dass es so kommen wird. Da wäre der noch immer ungelöste Konfilkt zwischen Teilen des Anhangs sowie Club-Patron Martin Kind und der damit einhergehende Stimmungsboykott. Da wäre ein Manager (Horst Heldt), der eigentlich zum VfL Wolfsburg wechseln wollte, aber bleiben musste, weil beide Clubs sich nicht auf die Ablösesumme einigen konnten. Da wäre der Abgang des überragenden Abwehrchefs (Salif Sané), der bis dato nur mit einem Akteur kompensiert wurde (Kevin Wimmer), der bei seinem vorigen Verein (Stoke City) zuletzt ein halbes Jahr nicht mehr gespielt hat. Da wären die zu besetzenden Planstellen im Angriff, für die es zwar Kandidaten (Bobby Wood, Branimir Hrgota) gibt, aber noch keine Zusagen.

Und da wäre noch ein bedenklicher Trend: In der Rückrunde der vergangenen Serie gewannen die Niedersachsen lediglich vier Partien. Dass die "Roten" in Anbetracht dieser Gemengelage vor einer entspannten Runde stehen, scheint doch eher unwahrscheinlich.

Neuzugang Walace überpünktlich

Coach André Breitenreiter versprühte am Montag beim Trainingsauftakt dennoch Zuversicht: "Wir wollen als Verein den nächsten Schritt gehen und eine gute Rolle spielen. Wir haben in der letzten Saison schon den zweiten vor dem ersten Schritt getan und waren in der Tabelle jederzeit gesichert. Es heißt, sich gut auf einen anspruchsvollen Start vorzubereiten, mit wirklich großen Gegnern, um gut in die Saison zu starten." Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich erstmals die Neuzugänge Leo Weinkauf, Wimmer und Walace den Fans. Letzterer hatte bereits in den vergangenen beiden Tagen individuell in Hannover geschuftet und so versucht zu unterstreichen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Bei seinem Ex-Club, dem Hamburger SV, hatte der Brasilianer bekanntlich unter anderem wegen eines eigenmächtig verlängerten Heimat-Urlaubs für Unruhe gesorgt.

Breitenreiter: "Versprechen uns viel von ihm"

Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter (v.l.) von Hannover 96 © imago/Jan Huebner Fotograf: Jan Huebner

Hannover 96 startet voller Zuversicht

Hannover 96 hat eine Saison voller Nebengeräusche hinter sich. Nichtsdestotrotz versprühte Coach André Breitenreiter zum Vorbereitungsbeginn viel Zuversicht.

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"Wir versprechen uns viel von ihm. Er ist ein Spieler mit wirklich großer Qualität, der schon für die Nationalmannschaft Brasiliens gespielt hat. Das passiert nicht jedem. Wir hoffen, dass er hier in Hannover wieder zurück in die Spur findet, uns hilft und sich selber auch wieder in eine Position bringt, die ihn vielleicht auch für die Nationalmannschaft interessant macht", sagte Breitenreiter dem NDR. Entschuldigt fehlten derweil die japanischen Nationalspieler Genki Haraguchi und Takuma Asano, die noch bei der Weltmeisterschaft in Russland weilen.

Heldt erhöht Druck auf Wood und Hrgota

Weitere externe Neuverpflichtungen waren nicht vor Ort - sehr zum Ärger von Heldt. Der Manager hätte gerne auch Wood (HSV) und den Frankfurter Hrgota begrüßt. Doch die bei ihren Vereinen in der vergangenen Serie nicht zum Stammpersonal zählenden Stürmer konnten sich bis dato nicht dazu entscheiden, einen Vertrag bei 96 zu unterzeichnen. Heldt ist die Hängepartie langsam leid. Er beschäftige sich "auch mit anderen Spielern", erklärte der 48-Jährige dem "kicker" und übte damit indirekt Druck auf Wood und Hrgota aus. Welche das sein könnten, verriet er nicht. Zuletzt wurde unter anderem der beim 1. FC Köln glücklose Jhon Córdoba mit Hannover in Verbindung gebracht.

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