Stand: 08.09.2020 13:45 Uhr

7.500 Zuschauer bei Hansa-Heimspielen erlaubt

Hansa Rostock darf sein Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal am Sonntag (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart sowie die nachfolgenden Heimspiele in der Dritten Liga vor bis zu 7.500 Zuschauern im Ostseestadion austragen. Mecklenburg-Vorpommern lässt wieder mehr Zuschauer bei Profi-Sportveranstaltungen zu. Möglich sei dies durch weiterhin vergleichsweise niedrige Corona-Infektionszahlen, sagte Sportministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin: "Es ist ein guter, mutiger und für den Sport ein sehr positiver Einstieg. Wir haben die mit Abstand wenigsten Infektionszahlen." Zudem hätten die Vereine "exzellente Konzepte" vorgelegt.

Die zulässigen Obergrenzen richten sich nach der jeweiligen Spielstätte. Die Tickets müssen personalisiert sein, Stehplatz-Karten dürfen nicht verkauft und Gäste-Fans nicht eingelassen werden. Außerdem herrsche absolutes Alkoholverbot, so Drese.

VIDEO: Pokalspiel von FC Hansa mit Zuschauern (6 Min)

Schwesig wehrt sich gegen Kritik

Die Kontroverse um die Fan-Wiederzulassung in die Stadien im Profifußball wird damit weiter an Fahrt aufnehmen. Am kommenden Pokal-Wochenende ist die Zuschauer-Situation in jedem Bundesland, in jedem Stadion anders. Während beispielsweise in den Bundesländern im Osten schon wieder Tausende Besucher in die Arenen strömen werden, bleibt es in Bayern gemäß Landesverordnung bis 18. September bei Geisterspielen.

Schwesig hatte ihr Vorgehen bereits vor der Kabinettssitzung gegen Kritik verteidigt. Mahnungen ihrer Amtskollegen aus Baden-Württemberg und Bayern, Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU), zu einem bundesweit einheitlichen Vorgehen bei der Öffnung der Fußballstadien wies sie zurück: "Ich kann die Kritik der Kollegen Söder und Kretschmann nicht nachvollziehen. Wenn sie in ihren Ländern niedrige Infektionszahlen hätten und der Osten hohe, hätten die beiden längst wieder die Stadien geöffnet", sagte Schwesig dem "Spiegel".

Bis zu 1.250 Besucher beim SSC Schwerin

Die Basketballer der Rostock Seawolves und die Handballer des HC Empor Rostock, die in der Stadthalle Rostock spielen, können derweil den Angaben zufolge bis zu 1.500 Besucher einlassen. Die Bundesliga-Volleyballerinnen von Rekordmeister Schwerin dürfen in ihrer Arena vor bis zu 1.250 Zuschauern auflaufen, anders als bei den anderen Partien gilt hier noch die Maskenpflicht. Grundsätzlich lässt die Corona-Verordnung Mecklenburg-Vorpommerns in Hallen maximal 400 und unter freiem Himmel höchstens 1.000 Besucher zu.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 08.09.2020 | 14:25 Uhr

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