Stand: 05.02.2019 23:37 Uhr

7:5 nach Elfmeterschießen: Werder siegt beim BVB

von Florian Neuhauss, NDR.de

Ein starker Torhüter und nervenstarke Schützen: Werder Bremen ist durch ein 7:5 (1:1, 1:1, 3:3) nach Elfmeterschießen bei Borussia Dortmund ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Dabei lagen die Schützlinge von Trainer Florian Kohfeldt in der Verlängerung zweimal zurück, gaben aber nie auf. Im Elfmeterschießen hielt Werders Keeper Jiri Pavlenka zweimal, Claudio Pizarro, Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Kapitän Max Kruse zeigten keine Nerven. "Die Emotionen sind Wahnsinn. Wir haben uns den Sieg verdient. Es waren 120 Minuten pure Intensität und pure Leidenschaft. Für diesen Aufwand haben wir uns belohnt", sagte Kruse. Werder beschenkte sich am Ende nachträglich selbst zum 120. Vereins-Geburtstag am Vortag. "Jetzt wollen wir nach Berlin", meinte Pizarro. Gegen wen es weitergeht, wird am Sonntag (18.15 Uhr/live im Ersten) ausgelost.

Werder mit starken 45 Minuten, ...

3.Spieltag, 05.02.2019 20:45 Uhr

Bor. Dortmund

5

Werder Bremen

7

Tore:

  • 0:1 Rashica (5.)
  • 1:1 Reus (45. +3)
  • 2:1 Pulisic (105.)
  • 2:2 Pizarro (108.)
  • 3:2 Hakimi (113.)
  • 3:3 Harnik (119.)

Bor. Dortmund: Oelschlägel - Hakimi, Toprak, Weigl, Diallo - Delaney (103. Dahoud), Witsel - Pulisic, Reus (46. Alcácer), Guerreiro (91. Bruun Larsen) - M. Götze (91. Philipp)
Werder Bremen: Pavlenka - Langkamp, N. Sahin (76. Möhwald), Moisander - Gebre Selassie (114. J. Eggestein), Bargfrede (91. Pizarro), Augustinsson - M. Eggestein, Klaassen - M. Kruse, Rashica (66. Harnik)
Zuschauer: 81365 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Für die Geschichte des Spiels hatte eigentlich vor dem Anpfiff schon der krankheitsbedingte Ausfall der BVB-Torhüter Roman Bürki und Marwin Hitz gesorgt, durch den Eric Oelschlägel zu seinem Profi-Debüt kam. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club Werder (2012 bis 2018). Und Oelschlägel stand bereits in der 5. Minute im Mittelpunkt. Einen Kruse-Freistoß berührte Milot Rashica noch mit der Fußspitze. Aber auch wenn der Ball so mittig Richtung Tor flog, musste der ehemalige Werder-Spieler hinter sich greifen - 1:0 für die Gäste.

Werder stand defensiv gut, alle Kombinationen des Bundesliga-Tabellenführers waren aber nicht zu unterbinden: Mario Götzes raffinierter Abschluss mit der Hacke ging knapp vorbei (15.), Raphael Guerreiro verpasste eine scharfe Hereingabe knapp (22.). Allerdings spielte Werder weiter mutig mit. Nach einem tollen Flankenlauf von Klaassen hatte Rashica das 2:0 auf dem Fuß, schoss aber knapp vorbei (32.). Bei Kruses nächstem, diesmal direktem Freistoß aus fast identischer Position war Oelschlägel auf dem Posten (43.).

... aber dann kommt die Nachspielzeit

Doch das bessere Ende der ersten Hälfte hatten die Hausherren für sich. In der Nachspielzeit gab es nach Foul von Philipp Bargfrede an Axel Witsel 18 Meter vor dem Tor Freistoß für den BVB. Marco Reus trat an und schlenzte den Ball perfekt zum 1:1 über die Mauer in den Winkel.

Ex-Bremer Oelschlägel mit zwei starken Paraden

Zur Pause musste Reus wegen Oberschenkel-Problemen in der Kabine bleiben - und das tat dem Spiel nicht gut. Die Werder-Defensive um den Ex-Dortmunder Nuri Sahin stand sicher. Auf der anderen Seite kamen auch die Bremer kaum zu Chancen, immerhin ihre beiden hatten es in sich: Kruse scheiterte zunächst mit einem strammen Distanzschuss vom Sechzehner an Oelschlägel (54.), dann mit einem Freistoß. Diesmal wurde der Versuch von der Mauer abgefälscht, doch der junge Schlussmann reagierte stark und lenkte den Ball über das Tor (89.). Dortmund hatte sich den letzten Schlag wieder für die Nachspielzeit aufgehoben - doch der Kopfball von Thomas Delaney landete auf der Latte.

Vier Tore in der Verlängerung

In der Verlängerung schienen beide Teams auf dem Zahnfleisch zu gehen, doch plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Den Anfang machte Christian Pulisic nach einem beherzten Solo und Doppelpass mit Paco Alcacer mit dem 2:1 für den BVB (105.). Die Entscheidung? Mitnichten! Pizarro schlich sich in seiner unnachahmlichen Art durch den Dortmunder Strafraum, spritzte urplötzlich in einen abgefälschten Pass und traf zum 2:2 (108.). Dann war Achraf Hakimi für die Gastgeber zur Stelle (113.), bevor Martin Harnik wieder ausglich (119.) - und so das Weiterkommen kurz vor knapp überhaupt erst möglich machte. "Ich hatte schon ruhigere Abende", bekannte Kohfeldt lachend: "Aber das ist ein schönes Gefühl. Wir sind immer wieder zurückgekommen und haben an uns geglaubt."

Weitere Informationen

Ergebnisse und Ansetzungen im DFB-Pokal

Die Spielpaarungen im DFB-Pokal der Saison 2018/2019 hier im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 06.02.2019 | 06:25 Uhr

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