Stand: 19.08.2019 23:12 Uhr

4:0 gegen die "Lilien" - Osnabrück nun Dritter!

von Christian Görtzen, NDR.de

Freudengesänge an der Bremer Brücke: Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück hat am dritten Spieltag den ersten Heimsieg gefeiert - und was für einen! Der Aufsteiger zeigte am Montagabend gegen den SV Darmstadt 98 eine ganz starke Leistung und gewann vor 14.101 Zuschauern vollkommen verdient mit 4:0 (1:0). Die Niedersachsen machten dank des Kantersieges in der Tabelle einen mächtigen Satz nach vorne. Das Team von Trainer Daniel Thioune belegt mit sechs Punkten und 6:3 Toren nun den dritten Tabellenplatz. "Meine Jungs haben richtig geil geliefert - ein geiler Fußballabend", sagte Thioune dem NDR. "Wir haben so oft aufs Tor genagelt - ich glaube, diese vier Tore waren wir auch besser."

Lila-Weiße sofort tatendurstig

3.Spieltag, 19.08.2019 20:30 Uhr

VfL Osnabrück

4

SV Darmstadt

0

Tore:

  • 1:0 Amenyido (16.)
  • 2:0 Wolze (51.)
  • 3:0 Ouahim (72.)
  • 4:0 Alvarez (79.)

VfL Osnabrück: Körber - Gugganig, Heyer, Van Aken - Agu, Taffertshofer, Blacha (87. Köhler), Wolze - Ouahim (76. Alvarez), Amenyido (88. Farrona Pulido) - Heider
SV Darmstadt: Stritzel - Egbo, Dumic, Höhn, Holland - Pálsson, Y. Stark (61. Schnellhardt) - Heller, Marvin Mehlem (86. T. Kempe), Skarke - Dursun (46. Mat. Wittek)
Zuschauer: 14101

Weitere Daten zum Spiel

Im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig (2:3) hatte Thioune eine Änderung an seiner Startelf vorgenommen: Der fünf Tage zuvor vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday verpflichtete niederländische Defensivspieler Joost van Aken kam zu seinem Debüt. Thomas Konrad (Ersatzbank) machte ihm Platz. Trotz des Stimmungsboykotts der VfL-Ultras, die damit gegen die ungeliebte Anstoßzeit am Montagabend protestieren wollten, herrschte eine gute Atmosphäre an der Bremer Brücke. Die Lila-Weißen wurden von der Nord- und Südtribüne angetrieben - und sie zeigten sich sofort tatendurstig. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Kevin Wolze nutzte Etienne Amenyido die günstige Gelegenheit nicht, sein Team früh in Führung zu bringen (2.).

Amenyido nutzt zweite Top-Chance

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Etienne Amenyido (r.) trifft per Kopfball zur 1:0-Führung.

Der Stürmer musste jedoch nicht allzu lange der großen Chance nachtrauern, in der 16. Minute machte er es viel besser. Wieder war Wolze der Ausgangspunkt. Den von ihm weit geschlagenen Ball legte Kapitän Marc Heider per Kopf sehr schön diagonal für Amenyido auf, der aus kurzer Distanz zum verdienten 1:0 einnickte. Der 21-Jährige konnte seinen Erfolg erst mit Verzögerung genießen, weil er nach seinem Kopfball nicht rechtzeitig vor der hinteren Torstange bremsen konnte und sich Schmerzen zuzog. Es spielte auch in der Folgezeit nur der Aufsteiger. Wolze hätte per Volleyabnahme fast auf 2:0 (23.) erhöht. Allerdings war auch ein 1:1 möglich: VfL-Torhüter Nils-Jonathan Körber reagierte bei einem Kopfball von Immanuel Höhn glänzend (31.). Es ging mit dem 1:0 für die Gastgeber in die Pause.

Herausragende zweite Halbzeit

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Die Spieler des VfL Osnabrück bejubeln einen weiteren Treffer.

Die Niedersachsen machten im zweiten Abschnitt mit ihrem druckvollen Spiel weiter - und das zahlte sich flugs aus. Nach Ablage von Heider behielt der agile Wolze im 1:1-Duell mit Darmstadts Torhüter Florian Stritzel die Nerven und schoss zum 2:0 (51.) ein. Sieben Minuten später hätte Heider schon alles klar machen können. Nach schöner Hereingabe von Felix Agu setzte der Routinier den Ball jedoch am hinteren Pfosten vorbei. Für die Vorentscheidung sorgte dann kurz darauf Anas Ouahim, der zunächst den Pfosten traf, dann aber nachsetzte und zum 3:0 (72.) einschob. Bei den Gastgebern gelang jetzt fast alles: Marcos Alvarez ließ mit einem herrlichen Schuss aus 22 Metern das 4:0 (79.) folgen. Schon weit vor dem Schlusspfiff schallten "Oh, wie ist das schön"-Gesänge durch das Stadion.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.08.2019 | 22:40 Uhr