Stand: 10.06.2020 22:25 Uhr

3:1 in Haching - Braunschweig nun Dritter

Eintracht Braunschweig bleibt nach dem Re-Start in der Dritten Liga in der Erfolgsspur. Der deutsche Fußball-Meister von 1967 gewann am Mittwoch das Spitzenspiel bei der SpVgg Unterhaching mit 3:1 (3:1) und holte damit aus den vergangenen vier Partien zehn Punkte. Die Niedersachsen verbesserten sich auf den dritten Tabellenplatz, der aktuell den Sprung in die Zweite Liga bedeuten würde, da der zweitplatzierte FC Bayern München II nicht aufstiegsberechtigt ist. Mike Feigenspan (25.) und Martin Kobylanski (26., 45.+1) waren für den BTSV erfolgreich, Markus Schwabl hatte die Bayern in Front gebracht (9.).

Schwabl mit Traumtor für Unterhaching

Wegen voller Straßen auf dem Weg zum Sportpark Unterhaching war der Eintracht-Tross mit ein paar Minuten Verspätung in der Arena des früheren Bundesligisten eingetroffen. Und auch nach dem Anpfiff kamen die BTSV-Profis zunächst fast immer einen Schritt zu spät. Gegen zu passive Braunschweiger dominierten die Vorstadt-Münchner die Anfangsphase und gingen durch einen "Sonntagsschuss" am Mittwochabend in Führung: Schwabl traf nach einer abgewehrten Ecke aus über 30 Metern in das rechte obere Eck - ein Traumtor. Kurz darauf verletzte sich Hachings zentraler Mittelfeldspieler Dominik Stahl bei einem Foul an Merveille Biankadi auf Höhe der Mittellinie dann am rechten Knie. Der 31-Jährige musste ausgewechselt werden (16.). Ohne den Routinier verlor das Team von Trainer Claus Schromm die Ordnung.

Doppelschlag bringt "Löwen" auf Siegerstraße

31.Spieltag, 10.06.2020 20:30 Uhr

Unterhaching

1

Braunschweig

3

Tore:

  • 1:0 Schwabl (9.)
  • 1:1 Feigenspan (24.)
  • 1:2 Kobylanski (26.)
  • 1:3 Kobylanski (45.)

Unterhaching: Mantl - Schwabl, Winkler, Greger, Dombrowka (72. Grauschopf) - Marseiler (60. Stroh-Engel), J.-P. Müller, Stahl (16. A. Fuchs), Fe. Müller (72. Heinrich) - Schröter (72. F. Dietz), Hufnagel
Braunschweig: Marcel Engelhardt - Wiebe, Fürstner (60. B. Kessel), Nkansah - Schlüter, Pfitzner, Kobylanski (72. Kammerbauer), Putaro (72. R. Becker) - Feigenspan (81. Otto), Pourié, Biankadi (81. Bär)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Die "Löwen" nutzten die sich bietenden Räume. Der in Abschnitt eins omnipräsente Marvin Pourié spielte einen Traumpass auf Biankadi, der mustergültig Feigenspan am langen Pfosten bediente - der Ausgleich. Nach beinahe demselben Schema fiel die Führung der Niedersachsen. Diesmal legte Pourié auf Kobylanski zurück, der mit einem Rechtschuss erfolgreich war. Die Hausherren antworteten mit wütenden, aber zumeist nicht gut zu Ende gespielten Angriffen. Und hinten patzte nach einem langen Ball der Braunschweiger ausgerechnet Traumtorschütze Schwabl.

Der Sohn von SpVgg-Präsident Manfred Schwabl schlug ein Luftloch, sodass Feigenspan freie Bahn in Richtung Gehäuse hatte. Er passte uneigennützig zu Kobylanski. Der Rest war für den 26-Jährigen, der nun bereits 13 Saisontreffer erzielt hat, Formsache.

BTSV verteidigt Vorsprung klug

Nach der Halbzeit waren die Hausherren bemüht, Druck auf den BTSV auszüben. Die Schromm-Equipe hatte auch mehr Ballbesitz, vermochte es aber nur ganz selten, in vorderster Front für Gefahr zu sorgen. Die auf acht Startelf-Positionen im Vergleich zur Partie gegen Bayern II (1:1) am vergangenen Sonnabend veränderte Eintracht verteidigte klug. Ihre Konter ließen derweil zu wünschen übrig. Pourié (68.) und Biankadi (79.) hatten das 4:1 auf dem Fuß, zielten jedoch nicht präzise genug. Richtig zittern mussten die "Löwen" dennoch nicht mehr um den Sieg - zu harmlos war ihr Kontrahent in den zweiten 45 Minuten.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 10.06.2020 | 22:40 Uhr

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