Stand: 23.02.2019 14:52 Uhr

3:1 - Holstein Kiel ohne Probleme in Bochum

von Thorsten Schettle, NDR.de
Kiels Alexander Mühling (l.) bejubelt sein Tor mit Masaya Okugawa und Johannes van den Bergh.

Leichtes Spiel für Holstein Kiel. Die Schleswig-Holsteiner haben am Samstagnachmittag in der Zweiten Liga einen verdienten 3:1 (3:0)-Erfolg beim VfL Bochum eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter war ihrem Gegner fußballerisch klar überlegen, demonstrierte zudem Engagement und Einsatzwillen. Und auch wenn der Kieler Coach das Wort "Aufstieg" noch weit beiseite schiebt, in dieser Form dürfte die KSV bis zum Schluss ein gewichtiges Wort im Rennen um die Spitzenplätze mitreden. "Heute hat alles zusammengepasst, was letzte Woche nicht gepasst hat", sagte Mittelfeldspieler Jonas Meffert. Durch den Sieg kletterten die Kieler vorläufig auf Tabellenplatz fünf. Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) kommt es im eigenen Stadion zum Spitzenspiel gegen Union Berlin.

Mühling besorgt die Führung für die KSV

23.Spieltag, 23.02.2019 13:00 Uhr

VfL Bochum

1

Holstein Kiel

3

Tore:

  • 0:1 Mühling (30.)
  • 0:2 Serra (32., Foulelfmeter)
  • 0:3 Okugawa (41.)
  • 1:3 Zoller (77.)

VfL Bochum: M. Riemann - Gyamerah, Baumgartner (46. Fabian), Hoogland, Danilo Soares - Janelt, Tesche - Ganvoula (46. Weilandt), Lee, Römling (61. Zoller) - Hinterseer
Holstein Kiel: Kronholm - Dehm, Schmidt, Wahl, van den Bergh - Karazor - Mühling, Meffert (70. Bénes) - Serra, J. Lee (64. Evina), Okugawa (89. Bisseck)
Zuschauer: 13338

Weitere Daten zum Spiel

Nach den jüngsten Punkteteilungen gegen Magdeburg und Fürth begannen die "Störche" engagiert und drängten die kriselnden Bochumer (zuvor drei Niederlagen in Folge) gleich in die Defensive. Alexander Mühling, der nach Gelbsperre wieder in die Startelf gerückt war, setzte den ersten Warnschuss ab (2.). Auch danach blieb Kiel das aktivere Team, erarbeitete sich die nächsten Möglichkeiten. Janni Serra vertändelte den Ball allerdings allein vor VfL-Torwart Manuel Riemann (6.), einen Flachschuss von Jannik Dehm lenkte der Schlussmann zur Ecke (9.). Während der Gastgeber nur mit einem Kopfball von Lukas Hinterseer (15.) für Gefahr sorgte, agierte die KSV mit deutlich mehr Tempo, stach spielerisch und in punkto Passgenauigkeit hervor.

Besondere fußballerische Finesse war jedoch nicht notwendig, um die Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Nach einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie und anschließender Kopfballverlängerung ließ sich Bochums Dominik Baumgartner den Ball von Mühling abluchsen - per Flachschuss markierte der Mittelfeldspieler die Führung (30.). Nur zwei Minuten später das 2:0 aus Kieler Sicht: Jae-Sung Lee wurde vom viel zu ungestümen Tim Hoogland im Strafraum zu Fall gebracht. Serra verwandelte den berechtigten Strafstoß sicher. Und vor der Pause sollte es das noch nicht gewesen sein. Atakan Karazor verpasste es zwar noch per Abstauber nachzulegen (36.), doch Masaya Okugawa holte dies nach. Der Japaner (nach Muskelfaserriss ebenfalls wieder im Team) drückte den Ball über die Linie, nachdem Riemann zuvor einen Schuss von Serra noch parieren konnte - auch das ging zu einfach (41.). Mit einer auch in der Höhe verdienten 3:0-Führung für die Gäste und Pfiffen für die Bochumer ging es die Kabinen.

Zoller verkürzt - der Sieg ist dennoch nicht in Gefahr

Auch nach dem Seitenwechsel war der Kieler Erfolg zu keiner Zeit in Gefahr. Allerdings versäumten es die "Störche", frühzeitig für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Serra (51.), Okugawa (56.) und Karazor, dessen Kopfball Riemann zu einer Glanztat zwang (68.), ließen gute Gelegenheiten liegen. Und der VfL Bochum? Blieb weiter harmlos und im Offensivspiel ohne jegliche Präzision. Einen Hoffnungsschimmer erarbeiteten sich die Hausherren dann aber doch noch. Nach einer Ecke spitzelte Simon Zoller das Leder gegen den in diesem Moment zögerlichen KSV-Keeper Kenneth Kronholm über die Torlinie (77.). Dabei sollte es bleiben. Kiel brachte den Sieg in den Schlussminuten souverän nach Hause.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.02.2019 | 22:40 Uhr

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