Stand: 16.09.2018 15:53 Uhr

3:0 gegen Frankfurt: Ausrufezeichen der VfL-Frauen

von Florian Neuhauss, NDR.de
Die Frauen des VfL Wolfsburg haben ihre Auftakthürde Frankfurt souverän genommen.

Die Frauen des VfL Wolfsburg sind erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Das Team von Trainer Stephan Lerch setzte sich im offiziellen Eröffnungsspiel am Sonntag souverän mit 3:0 (1:0) gegen den Vorjahresvierten 1. FFC Frankfurt durch. Besonders die Art und Weise, wie die Niedersächsinnen sich ihrer ersten Aufgabe entledigten, unterstrich die großen Ambitionen der "Wölfinnen". Nach zweimaligem Gewinn des Doubles aus Meisterschaft - zuletzt mit einem Punkterekord - und DFB-Pokal peilen die VfL-Frauen in dieser Spielzeit das Triple an. Vor dem Erfolg gegen Frankfurt hatte Wolfsburg schon in der Champions League auf Island bei Thor KA Akureyri einen Sieg gefeiert.

Wolfsburgerinnen führen "nur" 1:0

VfL Wolfsburg - 1. FFC Frankfurt 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Harder (30.), 2:0 Pajor (63.), 3:0 Popp (77.)
VfL Wolfsburg: Schult - Maritz, Fischer, Goeßling, Dickenmann (85. Doorsoun) - Neto, Gunnarsdottir - Hansen (73. Jakbfi), Harder, Popp - Pajor (78. Masar)
1. FFC Frankfurt: Heaberlin - Hechler (68. Kleinherne), Störzel, Prießen, Sandvej - Pawollek, Feiersinger - Matheis (73. Martinez), Groenen, Reuteler (88. Emmerling) - Freigang
Zuschauer: 1.886

Gegen Frankfurt spielten die Wolfsburgerinnen von Beginn an ihre technische und körperliche Überlegenheit aus, ließen Ball und Gegnerinnen laufen. Die Innenverteidigerinnen Nilla Fischer und Lena Goeßling bauten das Spiel gut auf. Die Außenverteidigerinnen Lara Dickenmann und Noelle Maritz tauschten einige Male die Seiten und brachten mit ihren Vorstößen die Verteidigung der Hessinnen in Bewegung. Die Gäste zogen sich in ihrem 4-5-1-System allerdings sehr weit zurück - und hielten die "Wölfinnen" so zunächst von ihrem Tor fern.

Die Gastgeberinnen probierten es erst mal aus der Distanz. Sara Björk Gunnarsdottir prüfte aus 20 Metern FFC-Keeperin Bryane Heaberlin (19.). Drei Minuten später klatschte der Schuss von Caroline Graham Hansen an die Latte. Zur Führung kamen die VfL-Frauen dann mit dem bis dato schönsten Angriff. Hansen und Ewa Pajor knackten über die rechte Seite den Abwehrriegel, Hansen legte vor dem Tor quer und am langen Pfosten drückte Pernille Harder den Ball ungestört über die Linie - 1:0 (30.). Drei Minuten später hätte Alex Popp um ein Haar nachgelegt, verfehlte das Tor aber knapp. Bei Harders Schuss war wieder Heaberlin zur Stelle (39.). Vor dem VfL-Tor kam nur einmal der Hauch von Gefahr auf. Laura Freigang konnte sich im Sechzehner aber nicht behaupten (44.).

Wolfsburgs Fußballfrauen: Der Kader 2018/2019

Drückende Überlegenheit des VfL

Frankfurt-Trainer Niko Arnautis hatte seinem Team in der Pause offenbar eine offensivere Ausrichtung verordnet. Freigang und Co. versuchten, früher zu stören. Doch es blieb beim Versuch, die VfL-Frauen nutzten die aus dem schlechten Pressing resultierenden Räume prompt: Hansen (48./51.) und Harder (49.) ließen im Minutentakt Schüsse auf das Tor von Heaberlin los, Pajor köpfte drüber (55.) - der Elan der Frankfurterinnen schien damit schon wieder dahin zu sein.

Pajor und Popp machen alles klar

Das 2:0 war nur eine Frage der Zeit - und es fiel in der 63. Minute: Frankfurt vertändelte den Ball im Spielaufbau, Harder schickte Dickenmann. Die Schweizerin legte geschickt zurück und diesmal schob Pajor ein. Während bei den Frankfurterinnen so langsam die Kräfte schwanden, spielten die VfL-Frauen einfach weiter. Harder verfehlte das Tor nur knapp (74.). Drei Minuten später köpfte Alex Popp nach Flanke von Maritz zum 3:0 ein (77.). Die Niedersächsinnen ließen ihren Gegnerinnen auch in den Schlussminuten kaum Luft zum Atmen, beim Torabschluss fehlte jedoch die letzte Konzentration.

Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 16.09.2018 | 18:05 Uhr

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