Stand: 30.05.2020 15:54 Uhr

1:3 - SV Meppen erlebt bitteren Re-Start

von Bettina Lenner, NDR.de
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Meppens Valdet Rama ist bedient.

Der SV Meppen hat beim Re-Start der Dritten Liga einen bitteren Nachmittag erlebt. Die Mannschaft von Coach Christian Neidhart schien am Sonnabend gegen die Würzburger Kickers schon auf der Siegerstraße zu sein, verlor aber am Ende mit 1:3 (0:0). Ein herber Dämpfer für die Aufstiegsambitionen der Emsländer, die auf den siebten Tabellenplatz rutschten und nunmehr fünf Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz haben.

Zwangspause macht sich deutlich bemerkbar

Beide Kontrahenten hatten vor der fast dreimonatigen Zwangspause zu den formstärksten Teams gehört, doch die lange Unterbrechung sowie die kurze Vorbereitungszeit machten sich auf beiden Seiten deutlich bemerkbar. Die Unterfranken hatten zunächst klar die Oberhand, dann fand Meppen besser ins Spiel, doch je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr sank das Niveau. Viele Fouls störten den Spielfluss, sehenswerte Kombinationen und zielgenaue Pässe gelangen kaum.

In der neunten Minute jubelte Meppen dennoch, wenn auch nur kurz, denn die vermeintliche Führung durch Goalgetter Deniz Undav zählte nicht. Der Ball soll zuvor bereits im Aus gewesen sein - eine knappe Entscheidung. In der 26. Minute scheiterte Hassan Amin mit einem scharf geschossenen Freistoß am jungen Kickers-Keeper Vincent Müller, bevor er kurz darauf die fünfte Gelbe Karte kassierte. Er fehlt dem SVM damit am Dienstag in Uerdingen.

Meppen nach dem Seitenwechsel am Drücker

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung deutlich Fahrt auf, vor allem die Hausherren machten nun mächtig Dampf und erspielten sich im Powerplay Chancen im Minutentakt.

28.Spieltag, 30.05.2020 14:00 Uhr

SV Meppen

1

Würzburger K.

3

Tore:

  • 0:1 Herrmann (72.)
  • 0:2 Pfeiffer (77.)
  • 0:3 Herrmann (88.)
  • 1:3 Undav (90. +3)

SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Puttkammer, Komenda, Amin - Leugers (78. Guder), Egerer - Kleinsorge (78. Andermatt), Evseev (78. Düker), Rama (81. El-Helwe) - Undav
Würzburger K.: Müller - Ronstadt, Hansen, Schuppan, Kwadwo - F. Kaufmann, Sontheimer (81. N. Hoffmann), Gnaase (87. Hägele), Vrenezi (68. Herrmann) - Baumann (87. Rhein), Pfeiffer
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Binnen kürzester Zeit passierte mehr als in der gesamten ersten Hälfte: Die erste richtig dicke Chance des Spiels verbuchte Valdet Rama, als er einen Abpraller aus aussichtsreicher Position per Dropkick aufs Tor drosch (47.), das Ziel aber knapp verpasste. Vier Minuten später setzte der Routinier den Ball in einer kuriosen Szene an die Latte: Undav überwand zunächst aus spitzem Winkel Müller, Würzburg rettete auf der Linie, die Kickers-Akteure schossen sich dabei jedoch gegenseitig an, sodass der Ball unverhofft bei Rama landete. Eine Riesengelegenheit, doch vertan. Und weil auch Marius Kleinsorges Volleyschuss wenig später über das Tor strich, blieb es beim 0:0.

Undavs Tor nur Ergebniskosmetik

Die vergebenen Chancen rächten sich bitter. Während die Sturm- und Drangphase der Emsländer abebbte, witterten die Kickers Morgenluft, nutzten die sich ergebenden Räume - und trafen. Erst markierte Joker Robert Herrmann die Führung wie aus dem Nichts (72.), sechs Minuten später legte Luca Pfeiffer nach einer starken Dribbeleinlage nach. Herrmann traf kurz vor Schluss mit seinem zweiten Tor des Tages zum 3:0, das 1:3 durch Undav in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik. "Das Ergebnis ist hinten raus zu hoch. Wie waren nach der Halbzeit bis zur 60. Minute klar am Drücker und müssen selber in Führung gehen, aber haben das Ding dann leider nicht über die Linie gekriegt", bilanzierte Neidhart.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 30.05.2020 | 14:00 Uhr

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