Wolfsburgs Renato Steffen (M.) wird von den Berlinern Lucas Tousart (l.) und Matheus Cunha bedrängt. © imago images / regios24

1:1 in Berlin - VfL Wolfsburg weiter unbezwungen

Stand: 01.11.2020 19:56 Uhr

Der VfL Wolfsburg bleibt der Remiskönig der Fußball-Bundesliga. Das erkämpfte und etwas glückliche 1:1 (1:1) bei Hertha BSC am Sonntag war bereits die fünfte Punkteteilung im sechsten Spiel. Ridle Baku traf für die "Wölfe".

von Johannes Freytag

Die Wolfsburger sind damit neben Bayer Leverkusen das einzige Team, das in der laufenden Bundesliga-Saison noch kein Spiel verloren hat. Allerdings haben die Niedersachsen von sechs Partien auch erst eine einzige gewonnen. Daher hängt der VfL, der gegen Hertha erneut offensiv wenig Durchschlagskraft zeigte, weiterhin im Tabellen-Mittelfeld fest. "Am Ende ist der Punkt für beide okay", erklärte VfL-Coach Oliver Glasner nach der Partie, ärgerte sich aber über den schwachen und fehlerbehafteten Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Durchgang.

Baku gleicht Cunhas Führung für Wolfsburg aus

Die Partie begann unglücklich für die "Wölfe". Erst wurde Maximilian Philipps Treffer wegen einer Abseitsposition des Schützen zu Recht nicht anerkannt (3.), dann ging die Hertha durch ein kurioses Tor in Führung: Dodi Lukebakio drang in den Strafraum ein und legte dann auf Matheus Cunha zurück - der Brasilianer rutschte weg, traf den Ball im Fallen aber trotzdem so, dass er flach an Wolfsburgs Keeper Koen Casteels vorbei hinter die Linie trudelte (6.).

Doch die Niedersachsen reagierten keinesfalls geschockt, sondern zeigten weiter guten, schnörkellosen Offensivfußball. Der nach seiner Corona-Infektion wieder genesene Josip Brekalo scheiterte ebenso an Berlins Torwart Alexander Schwolow (17.) wie Yannick Gerhardt (18.). Folgerichtig fiel der Ausgleich - Neuzugang Ridle Baku traf sehenswert vom Strafraumrand zum 1:1 (20.).

Es ging weiter munter hin und her im leeren Olympiastadion, mit nun aber wieder besseren Gelegenheiten für die Hertha: Omar Alderete (29.) und Cunha (32.) vergaben, ein vermeintlicher Elfmeter (Baku und Wout Weghorst gegen Alderete) wurde nach Videobeweis zurückgenommen (35.).

Berliner Chancenwucher

Auch nach dem Seitenwechsel war Hertha die gefährlichere Mannschaft - Lukebakios Aufsetzer wehrte VfL-Keeper Casteels mit dem Oberschenkel stark zur Ecke ab (53.). Die "Wölfe" versuchten es weiter mit schnellem Direktspiel, der letzte Pass kam dabei aber meist nicht an. Die Berliner erhöhten den Druck, störten den Spielaufbau der Gäste immer früher und drängten die Wolfsburg in deren eigene Hälfte zurück. Casteels klärte in höchster Not vor Cunha (62.), Jhon Cordoba wurde im letzten Moment von Maxence Lacroix abgegrätscht (72.). VfL-Torchancen? Absolute Mangelware - erst in der 77. Minute kam Weghorst aussichtsreich an den Ball, köpfte aber am Hertha-Gehäuse vorbei. Das blieb die beste Offensivaktion der Niedersachsen.

6.Spieltag, 01.11.2020 18:00 Uhr

Hertha BSC

1

VfL Wolfsburg

1

Tore:

  • 1:0 Matheus Cunha (6.)
  • 1:1 R. Baku (20.)

Hertha BSC: Schwolow - Pekarik, Boyata, Alderete, Mittelstädt (74. Plattenhardt) - N. Stark - Darida, Tousart (57. Guendouzi) - Matheus Cunha - Lukebakio (74. Dilrosun), Cordoba (82. Piatek)
VfL Wolfsburg: Casteels - R. Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon (84. Klaus) - Gerhardt, Schlager - Steffen, Philipp (65. Mehmedi), Brekalo (65. Victor) - Weghorst (90.+3 Bialek)
Zuschauer:

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.11.2020 | 22:50 Uhr

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