Stand: 15.08.2016 10:00 Uhr  | Archiv

Übersetzungs-Apps: Urlaubshelfer mit Schwächen

Wer im Ausland Urlaub macht, stößt manchmal schnell an seine sprachlichen Grenzen. Doch das gute alte Wörterbuch hat ausgedient: In Zeiten, in denen fast jeder ein Smartphone hat, setzen immer mehr Menschen auf Übersetzungs-Apps, um Sprachbarrieren im Urlaub zu überwinden. Doch wie praktisch sind die Programme? Und kommt man damit wirklich ans Ziel? Markt testet drei Apps:

  • Google Übersetzer (kostenlos)
  • iTranslate Übersetzer (kostenlos)
  • Langenscheidt talk&travel (4,99 Euro)

Wie gut sind Übersetzungs-Apps?

Auswahl in den Stores ist groß

In Apples App-Store und Googles Play-Store gibt es verschiedene kostenlose Übersetzungs-Apps. Viele von ihnen bieten in der kostenlosen Variante aber nur eingeschränkte Dienste an. Relativ gut funktionieren Übersetzungs-Apps bei gängigen Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Italienisch. Zudem sollte man die Sätze und Fragen, die man übersetzen lassen möchte, möglichst einfach formulieren. Am besten funktionieren Hauptsätze mit maximal einem Nebensatz - je einfacher die Satzstruktur, desto besser die Übersetzung.

Einfache Sätze funktionieren am besten

Bei unserem Text hakt es beim Google Übersetzer bei Feinheiten. Das Programm erkennt anscheinend nur klare und kurze Sätze problemlos. Geschriebene Sätze können per Foto-Funktion direkt übersetzt werden. Lädt man sich die benötigte Sprache bereits vor dem Urlaub herunter, braucht man am Urlaubsort zur Nutzung kein Daten-Roaming mehr, um den schnellen Dolmetscher zu nutzen.

Bei der App iTranslate funktioniert die Spracherkennung nur gegen eine Gebühr von 19,90 Euro pro Jahr - wird auf diese Option verzichtet, muss man Wörter und Sätze eintippen. In der Grammatik gibt es kleine Fehler. Einfache Übersetzungen klappen aber gut. Die App Langenscheidt talk & travel dolmetscht nicht, sondern ist eher ein sprechendes Wörterbuch, gegliedert in Themenbereiche. Für den Urlaubsalltag ist das leider zu unflexibel.

Fazit unseres Tests: Ein richtiges Gespräch kommt mit den Apps nicht zustande. Aber sie können eine Hilfe sein - und besser als sich mit Händen und Füßen zu unterhalten ist es auf jeden Fall.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 15.08.2016 | 20:15 Uhr

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