Stand: 07.11.2019 20:11 Uhr

So vermeiden Sie Lebensmittelverschwendung

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Die meisten Lebensmittel sind viel zu schade, um sie wegzuwerfen.

Rund sieben Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in deutschen Privathaushalten im Müll: Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger ein Drittel der gekauften Lebensmittel wieder weg. Es lohnt sich also, beim Einkauf von Lebensmitteln genau zu planen und diese zu Hause richtig zu lagern. Denn wer das tut, vermeidet nicht nur unnötigen Müll, sondern kann auch viel Geld sparen.

Esther Schweins zieht einen Müllcontainer hinter sich her. © NDR/Labo M

Im Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung

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18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll: eine gigantische Verschwendung. Schauspielerin Esther Schweins sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an.

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Gezielt einkaufen

Vor dem Einkauf sollte man sich genau überlegen, was man wann in welchen Mengen kochen oder essen möchte und sich einen entsprechenden Zettel schreiben. Wer sich nicht sicher ist, wann genau er die Lebensmittel verbraucht, sollte lieber eingefrorene oder abgepackte sowie portionierbare Produkte wählen. Damit ist man flexibler, etwa wenn weniger Gäste kommen als erwartet oder mal eine Mahlzeit ausfällt.

Lebensmittel richtig lagern

Richtig aufbewahrt halten sich die meisten Lebensmittel mehrere Tage. Kühlschränke haben verschiedene Kältezonen. Über der unteren Glasplatte ist es am kältesten: Dort lagern Fleisch, Wurst und Fisch am besten. Die Mitte ist für Käse und Milchprodukte geeignet, der obere Teil für zubereitete Speisen, die Türen für Getränke, Butter und Eier. Das Gemüsefach ist ideal für die meisten Obst- und Gemüsesorten.

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In Kunststoffboxen bleiben Lebensmittel frisch, geben keine Gerüche ab und nehmen auch keine fremden an.

In Glas- oder Kunststoffbehältern mit Deckel halten Aufschnitt, Fleisch, Käse, Fisch und Gemüse besonders gut und nehmen keine fremden Gerüche an. Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören, wie etwa Tomaten, Kartoffeln oder Bananen, sollten am besten an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden.

Brot am Stück ist länger haltbar als geschnittenes. Am besten bewahrt man es in einem Tontopf auf oder wickelt es in ein sauberes Baumwoll- oder Leinentuch und legt es mit der Schnittfläche auf ein Holzbrett. So bleibt es etwa eine Woche frisch.

Mitraten
Quiz

Quiz: Was wissen Sie über Lebensmittelverschwendung?

Wie viel Lebensmittel werfen Verbraucher in den Müll? Wie werden Lebensmittel am besten aufbewahrt? Lösen Sie unser Quiz und zeigen Sie, ob Sie das Zeug zum Lebensmittelretter haben. Quiz

Reste einfach einfrieren

Von dem leckeren Abendessen oder Festtagsbraten ist noch etwas übrig? Oder man hat einfach zu viel Gemüse eingekauft? Kein Problem, einfach einfrieren und später genießen. Das Gemüse am besten vorher klein schneiden und kurz in kochendem Salzwasser blanchieren. Übrigens sind die meisten Lebensmittel zum Einfrieren geeignet, sogar Eier. Bei minus 18 Grad hält sich ein Ei ohne Schale sechs bis zehn Monate. Damit das Eigelb nicht geliert, etwas Zucker oder Salz dazugeben. Eiweiß lässt sich auch ohne Zugabe von Salz oder Zucker einfrieren. Tiefgekühlt hält es bis zu einem Jahr.

Bei Fleisch gilt: Je weniger Fett, umso länger kann es eingefroren werden. Fettes Gänsefleisch hält tiefgefroren bis zu sechs Monate, mageres Rindfleisch bis zu einem Jahr.

Reste sinnvoll verwerten

Aus gekochten Resten lässt sich auch im Handumdrehen ein leckeres warmes Essen zubereiten. Aus Kartoffeln etwa wird mit Ei und Schinken ein herzhaftes Bauernfrühstück, Nudeln schmecken gebraten mit Gemüse, etwas Käse und Schinken. Wer Sojasoße in der Küche hat, kann daraus auch eine leckere asiatische Nudelpfanne machen. Gemüsereste eignen sich für eine Suppe, die durch frische Kräuter oder Pesto den richtigen Pfiff bekommt, Bratenreste schmecken als Aufschnitt mit Senf oder Meerrettich oder als Salat.

Kochen mit Resten: Rezepte

Bauernfrühstück

Kartoffeln, Eier, Speck, Zwiebeln: Ein klassisches Bauernfrühstück besteht nur aus wenigen Zutaten, ist schnell gemacht und sättigt richtig gut. mehr

Arme Ritter

Altes Toastbrot muss man nicht wegwerfen. Es eignet sich gut, um daraus Arme Ritter zu machen. Sie schmecken zum Frühstück oder mit Früchten als Dessert. mehr

Link

"Zu gut für die Tonne": Rezepte für Reste

Die Initiative "Zu gut für die Tonne" bietet auf ihrer Homepage eine Rezepte-Sammlung für Kochen mit Resten. Auch Sterneköche und andere prominente Kochpaten empfehlen Rezepte. extern

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen? In der Regel kein Problem

Lebensmittel müssen nicht grundsätzlich weggeworfen werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Es handelt sich dabei nur um eine individuelle Empfehlung der Hersteller. Viele Produkte sind bei richtiger Lagerung auch darüber hinaus noch problemlos genießbar, zum Beispiel Milch- und Trockenprodukte oder Konserven. Ein Seh- und Riechtest gibt Aufschluss darüber, ob das Lebensmittel noch genießbar ist: Riecht es einwandfrei und hat sich kein Schimmel gebildet, kann man es bedenkenlos essen.

Ganz anders verhält es sich mit dem sogenannten Verbrauchsdatum, das beispielsweise auf frischem abgepacktem Fleisch oder Fisch zu finden ist. Daran sollten sich Verbraucher halten, denn beim Verzehr verdorbener Ware können sie erkranken.

Weitere Informationen

Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung

Zahlreiche Initiativen und Vereine, aber auch die Bundesregierung haben sich zum Ziel gesetzt, der Lebensmittelverschwendung etwas entgegenzusetzen. Hier finden Sie hilfreiche Links. mehr

Wie lange halten Lebensmittel?

Auf verpackten Lebensmitteln muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum stehen. Doch in der Regel kann man sie ohne Gefahr über das angegebene Datum hinaus verwenden. mehr

Einkochen, trocknen, einlegen: So geht's

Zur Erntezeit gibt es heimisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle. Wer es auch im Winter genießen möchte, kann die Produkte einmachen. Wir stellen verschiedene Methoden vor. mehr

So bleibt Brot lange frisch

Brot schmeckt frisch am besten. Wenn es richtig gelagert wird, ist es aber auch noch nach einigen Tagen lecker. Worauf sollte man dabei achten? Welche Sorten halten am längsten? mehr

Lebensmittel per App retten: Auch SH macht mit

"Too Good To Go", also in etwa "zu gut zum Wegschmeißen": Diese Lebensmittel-App nutzen 25.000 Schleswig-Holsteiner. Mit dabei ist auch Emily Weßling aus dem Kreis Plön. mehr

Dieses Thema im Programm:

Mehr wissen - besser leben | 11.11.2019 | 21:00 Uhr

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