Stand: 21.01.2016 12:11 Uhr  | Archiv

Warum die Auto-Rückbank gefährlich sein kann

von Christian Jekat

Die Rückbank im Auto galt bei Unfällen lange Zeit als besonders sicher. Doch neue Untersuchungen des ADAC und der Unfallforschung der Versicherer zeigen, dass die Rückbank auch ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. Bei Unfällen komme es schneller zu schweren Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen als auf den vorderen Sitzen.

Warum viele Rückbänke ein Sicherheitsrisiko sind

Bei Unfällen sind der Fahrer und der Beifahrer oft besser geschützt als Mitfahrer auf der Rückbank. Denn auf den Vordersitzen haben die Automobilhersteller in Sicherheitstechnik wie Airbags und spezielle Gurtsysteme investiert. Auf vielen Rückbänken sind solche Systeme oft nicht serienmäßig eingebaut. Auch Kopfstützen und Gurte entsprechen nicht immer dem Stand der Technik:

  • Kopfstützen: Auf der Rückbank lassen sie sich oft schlecht oder gar nicht verstellen. Häufig sind sie zu tief eingestellt und der Abstand zum Kopf ist zu groß.
  • Gurtstraffer: Kurz vor einem Aufprall ziehen sie den Gurt um bis zu 15 Zentimeter ein. So können Gurtstraffer verhindern, dass Passagiere bei einem Unfall unter dem Gurt hindurchrutschen. Oft fehlen sie auf der Rückbank.
  • Gurtkraftbegrenzer: Sie bewirken, dass Passagiere nach einem Aufprall sanfter abgefangen werden. Dadurch lassen sich häufig schwere Verletzungen vermeiden.

So erkennen Sie sichere Gurte

Ob Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer verbaut sind, lässt sich auf einem Etikett am Gurt ablesen: Der Buchstabe "p" bedeutet, dass ein Gurtstraffer vorhanden ist. Der Buchstabe "e" weist auf einen eingebauten Gurtkraftbegrenzer hin.

So können sich Mitfahrer schützen

Auf der Rückbank im Auto sollten Mitfahrer beachten:

  • Vor der Fahrt sollten die Kopfstützen - falls möglich - richtig eingestellt werden. Der Abstand zwischen Kopf und Stütze sollte möglichst gering sein.
  • Den Gurt nicht über der Jacke tragen. Zwischen Gurt und Körper sollte sich keine Tasche befinden. Nur so kann er richtig schützen.
  • Während der Fahrt gerade sitzen und nicht nach vorn oder zur Seite beugen.

Das sagen die Autohersteller

BMW

"Auch ohne die genannten Maßnahmen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer wurde bei der BMW 1er Reihe ein (...) optimales ganzheitliches Sicherheitskonzept realisiert."

 

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 25.01.2016 | 20:15 Uhr

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