Stand: 16.11.2018 08:50 Uhr

Kälteschutz: Auto auf den Winter vorbereiten

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Im Herbst ist ein gründlicher Auto-Check empfehlenswert.

Im Herbst und im Winter bleiben nach ADAC-Angaben fast doppelt so viele Autos auf der Straße liegen wie im Frühling und Sommer. Laut Pannenstatistik sorgt häufig eine schwache Batterie dafür, dass der Wagen nicht mehr anspringt. Kälte und Schmutz machen auch Scheiben, Schlössern und Dichtungen zu schaffen. Markt gibt Tipps, wie Sie Ihr Auto auf den Winter vorbereiten.

 

Ein Auto in einer Werkstatt

Auto-Werkstatt: Wie gut sind Winter-Inspektionen?

Markt -

Viele Werkstatt-Ketten bieten eine günstige Winter-Inspektion fürs Auto an. In einer Stichprobe war der Service nicht bei allen Anbietern gut.

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Winterreifen aufziehen

Die Faustregel lautet "von O bis O", also von Oktober bis Ostern sind Winterreifen empfehlenswert. Wer ältere Reifen aufzieht, sollte die Profiltiefe überprüfen: Mindestens 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben. Der ADAC empfiehlt mindestens vier Millimeter, damit Reifen auch bei Schnee, Eis und Nässe optimalen Halt haben.

Autobatterie testen

Die Autobatterie sollte rechtzeitig vor dem Winter auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden. Als Autozubehör gibt es kleine und günstige Batterietester. Sie liefern allerdings nicht immer zuverlässige Informationen über den Zustand der Batterie. Genauer - aber deutlich teurer - sind professionelle Prüfgeräte. Am besten die Batterie in einer Werkstatt überprüfen lassen.

Kühlerfrostschutz prüfen

Im Kühlwasser enthaltenes Frostschutzmittel verhindert, dass sich Eis bildet und schützt den Motor vor Rost und Kalkablagerungen. Der Frostschutz in der Kühlung sollte bei knapp minus 30 Grad Celsius liegen. Dann ist der Motor ausreichend geschützt. Mit einem Frostschutzprüfer (ab etwa fünf Euro) lässt sich der Zustand des Kühlwassers ganz einfach kontrollieren. Wer Kühlwasser nachfüllen möchte, sollte in den Unterlagen nachschauen, welches Mittel für den Motor geeignet ist. Verliert der Kühler Flüssigkeit, unbedingt in die Werkstatt fahren.

Scheiben reinigen

Im Herbst und Winter werden Scheiben schnell dreckig. Für eine gründliche Reinigung gibt es Mittel, die nach Herstellerangaben speziell für den Schmutz auf Autoscheiben entwickelt sind. In der Regel reicht aber herkömmlicher Glasreiniger. Tipp: Erst den groben Dreck mit viel Wasser von den Scheiben entfernen, sonst können durch die Reibung beim Putzen kleine Kratzer im Glas entstehen.

Frostschutz mitnehmen

Für frostige Tage empfiehlt der ADAC, Scheibenenteiser, Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen. Ein kleiner Feger kann nützlich sein, um Schnee zu beseitigen. Vorsicht bei Eiskratzern: Sie können Scheiben mit hohem Plastikanteil beschädigen.

Scheibenwischanlage überprüfen

In der Wasseranlage für die Scheibenwischer reicht ein Frostschutz von minus 20 Grad Celsius. Das im Wischwasser enthaltene Mittel schützt vor Eis und hat reinigende Funktion. Kontrollieren und reinigen Sie auch die Wischblätter.

Türdichtungen einschmieren

Die Türgummis können bei Frost im Winter leicht anfrieren und dadurch Schaden nehmen. Gut geschützt sind sie mit einer speziellen Gummipflege oder mit Glycerin aus der Apotheke. Diese Mittel sorgen für eine glatte Oberfläche. Vaseline ist als Kälteschutz umstritten: Sie enthält Mineralöl, das die Türdichtungen angreifen kann.

Türschlösser schützen

Die Türschlösser lassen sich mit Grafitspray vor dem Zufrieren schützen. Im Gegensatz zu Öl wird Grafit bei Kälte nicht dickflüssig und verharzt nicht bei Alterung und Kälte. Den Enteiser bewahrt man am besten in der Jackentasche auf. Im Handschuhfach nutzt er wenig, wenn die Schlösser eingefroren sind. Beim Autowaschen im Winter die Türschlösser mit Klebeband abdichten, damit kein Wasser hineingelangt.

Auto waschen

Sind die Straßen gestreut, können Salz und Split von der Fahrbahn aufs Auto gelangen. Deshalb sollte man das Auto im Winter regelmäßig waschen. Der ADAC empfiehlt ein Waschprogramm mit Unterbodenwäsche, denn unter dem Auto halten sich Salz und feuchter Schmutz am hartnäckigsten.

Bei der Autowäsche kann Wasser in Türschlösser und zwischen Dichtungen laufen, bei niedrigen Temperaturen gefriert es. Deshalb sollte man nach der Autowäsche die Dichtungen mit einem Tuch abtrocknen. Wer einen sonnigen Tag für die Autopflege wählt, kann den Wagen in der Sonne nachtrocknen lassen. Nach der Wäsche ist eine Bremsprobe Pflicht, da Wasserrückstände die Bremswirkung deutlich reduzieren können.

Lack schützen

Um den Autolack für die Belastungen des Winters zu stärken, bietet sich an, den Wagen mit Autowachs zu pflegen. Salz und Split auf dem Autolack entfernt man nicht mit einem Schwamm, dabei könnte der Schmutz den Lack zerkratzen. Besser ist die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger. Hat dabei aufgewirbelter Streusplit kleine Löcher in den Lack geschlagen, sollte man die Lackkratzer schnell entfernen.

Innenraum reinigen

Zur Fahrzeugpflege im Winter gehört auch ein Blick in den Innenraum. Feuchte Fußmatten sorgen dafür, dass die Scheiben schnell beschlagen. Nützlich sind Gummimatten, von denen das Schmelzwasser der Schuhe abgegossen werden kann. Nasse Textilmatten sollte man über Nacht in der Garage trocknen lassen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 19.11.2018 | 20:15 Uhr

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