Sendedatum: 14.10.2013 21:00 Uhr  | Archiv

Richtig reklamieren - so geht's

Beim Bäcker oder Handwerker, im Autogeschäft oder Internet: Jeden Tag schließen wir Verträge. Recht so! beantwortet die wichtigsten Fragen zum Kauf- und Vertragsrecht und gibt Tipps, wie Sie richtig reklamieren.

Welche Rechte hat der Käufer, wenn Mängel auftreten?

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Wer sich im Geschäft unsicher ist, sollte sich ein 14-tägiges Recht auf Umtausch geben lassen - schriftlich auf dem Kassenbon.

Wenn eine Ware einen Defekt hat, kann der Käufer sie nicht gleich zurückgeben. Er muss dem Verkäufer zunächst zweimal die Gelegenheit zur Nachbesserung geben. Die kann in einer Reparatur bestehen oder in einer Neulieferung. Ist der Mangel dann immer noch nicht behoben, kann der Käufer den Kaufpreis mindern oder er kann die Ware zurückgeben und sein Geld zurück verlangen.

Bei Neuware hat man diesen Mangelgewährleistungsanspruch zwei Jahre lang gegenüber dem Händler. Bei gebrauchten Sachen kann der Händler die Gewährleistung auf ein Jahr verkürzen.

Gilt das auch, wenn man die Ware von privat kauft?

Bei Geschäften unter Privatleuten gelten andere Regeln. Bei vielen Angeboten im Internet schließen Privatleute die Gewährleistung aus. Das ist erlaubt. Denn der Gesetzgeber stellt an Privatleute nicht dieselben Ansprüche wie an Händler.

Kann man jeden Kaufvertrag innerhalb von 14 Tage widerrufen?

Das gilt nur für Haustürgeschäfte und Verträge, die am Telefon oder im Internet geschlossen werden. Inzwischen bieten auch viele Händler vor Ort die Möglichkeit, eine gekaufte Ware innerhalb von 14 Tagen zurückzugeben. Das ist aber reine Kulanz, der Kunde hat keinen Anspruch darauf.

Und wenn ich nicht sicher bin, ob mir die Ware gefällt?

Wer sich unsicher ist, etwa ob die Jacke zur vorhandenen Garderobe passt, kann den Verkäufer um ein Rückgaberecht bitten. Das muss aber vor dem Kauf ausdrücklich vereinbart werden, aus Beweisgründen schriftlich. Lassen Sie auf dem Kassenbon notieren: "Rückgabe gegen Geld binnen 14 Tagen möglich". Dann ist der Händler auch an diese Zusage gebunden. Vermeiden Sie bei solchen Vereinbarungen Wörter wie "Umtausch". Dann könnte es später heißen, es sei nur Umtausch gegen einen anderen Artikel oder gegen einen Gutschein gemeint.

Weitere Informationen

Irrtümer aus dem Kauf- und Vertragsrecht

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Dieses Thema im Programm:

14.10.2013 | 21:00 Uhr

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