Stand: 07.07.2017 11:29 Uhr  - Markt  | Archiv

Plastikkleber im Test

von Sebastian Dubielzig

Kunststoff lässt sich in vielen Fällen mit einem Plastikkleber reparieren. Doch wie gut halten die geklebten Plastikteile? In einer Stichprobe vergleicht Markt vier Klebstoffe:

  • Pattex Plastix von Henkel für 6,49 Euro
  • Multi Power Zwei-Komponenten-Kleber von Toolcraft, gekauft bei Conrad für 10,49 Euro
  • Zwei-Komponenten-Klebmasse von Star brite für 17,99 Euro
  • HG Schweißnaht aus der Flasche im Paket mit einem Vorkleber (Primer) für 36,99 Euro

Im Test werden Plastikstühle aus Polypropylen geklebt. Mit dem Pattex Plastix von Henkel war das nicht möglich, weil der Klebstoff bereits in der Tube hart geworden war.

Plastikkleber im Vergleich

Kunststoff Polypropylen ist schwer zu kleben

Der Kunststoff Polypropylen (PP) wird häufig zum Bau von Maschinen und Fahrzeugen verwendet. Auch in der Textilindustrie kommt Polypropylen zum Einsatz. In feuchten Regionen verstärkt der Kunststoff Geldscheine, zum Beispiel den Australischen Dollar. Wegen seiner physikalischen Eigenschaften lässt sich Polypropylen nur schwer verkleben.

Fazit: Teure Klebstoffe lieferten bessere Ergebnisse

Im Labor wurde mit einem sogenannten Druckstempel so lange Kraft auf die geklebten Plastikteile ausgeübt, bis sie brachen. Beim Multi Power Zwei-Komponenten-Kleber von Toolcraft brach das geklebte Stuhlbein bereits beim Einlegen in die Prüfvorrichtung. Das mit dem HG Schweißnaht aus der Flasche geklebte Teil hielt einer Belastung von 53,7 Kilogramm stand. Bei der Zwei-Komponenten-Klebmasse von Star brite waren es 57,8 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein neuwertiges Stuhlbein aus Plastik hält mehr als 300 Kilogramm aus.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 10.07.2017 | 20:15 Uhr

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